Horror-Sturz in die Gletscherspalte

Tamara Lunger und Simone Moro: Rettung in letzter Minute

Montag, 20. Januar 2020 | 09:25 Uhr

Pakistan – Wahre Schreckensmomente hat die Südtiroler Extrembergsteigerin Tamara Lunger erlebt, die derzeit gemeinsam mit Simone Moro auf einer Expedition im Karakorum-Gebirge in Pakistan unterwegs ist, um im Winter den Gasherbrum I (8080 Meter) und den Gasherbrum II (8035 Meter) zu überschreiten. Simone Moro ist 20 Meter tief in eine Gletscherspalte gestürzt und wurde von Lunger gerettet, mit der er mit dem Seil verbunden war.

Die beiden schwebten dabei in Lebensgefahr, wie aus der Schilderung von Tamara Lunger und Simone Moro auf Facebook hervorgeht. Lunger und Moro waren vorsichtig und sind kein unnötiges Risiko eingegangen. Zunächst schien auch alles ganz harmlos. „Den Weg zu finden, schien uns einfacher als sonst, aber wie immer waren wir sehr aufmerksam und vorsichtig unterwegs. Aber dann, als ich das steile Stück erreichte und Simone nachkommen lassen wollte, machte er seinen ersten Schritt und ich sah ihn schon im Loch verschwinden“, berichtet Tamara Lunger.

Vielleicht muss ich meine Ziele ändern? Manchmall will man vielleicht zu viel, aber gestern war es wirklich nicht so!…

Pubblicato da Tamara Lunger su Domenica 19 gennaio 2020

Moro ist kopfüber in die Gletscherspalte gestürzt und prallte mit der Schulter, den Beinen und dem Gesäß gegen das Eis. Er befand sich in völliger Dunkelheit.

Tamaral Lunger schnürte es die Hand und vor allem den Daumen ab. Sie blieb rund eineinhalb Meter vor dem Loch liegen. „Ich habe alles versucht, die Zeit schien unendlich aber ich konnte mich zum Glück von den Todesgedanken lösen“, berichtet Tamara Lunger.

Dann ging es ums Kämpfen, um Simone Moro aus dem Loch herauszubringen. Geistesgegenwärtig schaffte er es, sich ins Eis zu krallen. Zwei Stunden dauerte der Aufstieg aus der Gletscherspalte.

Tutto è bene quel che finisce bene. Senza stare a girare troppo attorno al concetto, ieri siamo arrivati veramente a…

Pubblicato da Simone Moro su Domenica 19 gennaio 2020

„Wir sind jetzt sicher, aber meine Hand hat schwer darunter gelitten“, schreibt Tamara Lunger. Ihr Daumen musste zwei Minuten lang das ganze Gewicht von Simone Moro mit Rucksack tragen – rund 90 Kilo. „Ich dachte ich müsse mich zwischen dem Verlieren meiner Hand oder dem Tod entscheiden“, beschreibt Lunger die Situation. Sie habe geschrien, als ob sie jemand umbringen würde.

Simone Moro hat anschließend die Evakuierung organisiert, damit sich die beiden erst mal durchchecken lassen können. „Ich bin traurig und nachdenklich“, schreibt Lunger auf Facebook. Vielleicht müsse sie ihre Ziele ändern. Wie es weitergeht, ist Moment derzeit noch offen. Lungers Hand fühlt sich teilweise taub an und ist deshalb nicht einsetzbar.

 

Von: mk

Bezirk: Bozen, Salten/Schlern

Kommentare

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40 Kommentare auf "Tamara Lunger und Simone Moro: Rettung in letzter Minute"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
rantanplan
rantanplan
Grünschnabel
1 Monat 12 h

keiner zwingt sie solche unnützen sachen zu machen….

yeah
yeah
Tratscher
1 Monat 9 h

if you think adventures are dangerous, try routine.. its lethal.

Pyrrhon
Pyrrhon
Tratscher
1 Monat 9 h

@rantanplan, machst du in deiner freizeit nur das wozu dich jemand zwingt 🙄 dann tust du mir aber leid
..übrigens passieren bei freizeitaktivitäten ungefähr gleich viel unfälle wie im eigenen haus..
(die Statustik stammt zwar aus D, wird aber bei uns nicht viel anders sein)

rantanplan
rantanplan
Grünschnabel
1 Monat 4 h

@Pyrrhon
in meiner freizeit versuche ich jedenfalls nicht mich auf höchsten niveau umzubringen…und da brauch ich dir ganz bestimmt nicht leid tun….mit freizeit hat dies auch wenig zu tun!

nikname
nikname
Tratscher
1 Monat 4 h

Das ist ihnen Beruf und das Risiko ist hoch. Glaube auch nicht das sie Mittleit suchen, sie leben halt von den Medien und Werbe-Aufträgen. Jedem das Seine. Mein Verständnis für diesen Sport hält sich auch in Grenzen.🙄

falschauer
1 Monat 3 h

@rantanplan ….das ist deine persönliche meinung und nicht das evangelium

Italo
Italo
Tratscher
1 Monat 1 h

@rantanplan Bravo hosch richtig geontwortet

mandela
mandela
Superredner
1 Monat 11 h

Und noch dazu mit solchen leistungen angeben, das ist meiner meinung nach das letzte!!!

falschauer
1 Monat 8 h

das letzte ist dein kommentar!!!

Mikeman
Mikeman
Kinig
1 Monat 1 h

Hey Mr. Troll wurdest zum xtenmal wieder so richtig abgewaschen 😂 😜

Deluxe
Deluxe
Neuling
1 Monat 1 h

@mandela…wenn man keine Ahnung hat dann sollte man das Kommentieren vielleicht einfach sein lassen.

falschauer
30 Tage 8 h

@Mikeman ..hey obertroll, mandela und all ihr minusdrücker, wohl nie was von marketing gehört, ihr tun ist nicht nur berufung sondern beruf, das ist ihr täglich brot, sie leben von den medien den schlagzeilen und von solchen geschehnissen, das hat mit prahlen aber gar nichts zu tun, sondern bringt bares und bekanntheit…das beste beispiel ist ein anderer südtiroler alpinist, der es zu weltruhm und vermögen gebracht hat

Storch24
Storch24
Universalgelehrter
1 Monat 12 h

Natürlich tragisch. Mitleid ? Die beiden sind doch freiwillig dort, suchen sich die Gefahr doch selbst.

mandela
mandela
Superredner
1 Monat 12 h

Und immer wieder ärgert mich dass solche leute nie wissen wann genug ist und dadurch auch andere in gefahr bringen!!!

lollipop
lollipop
Grünschnabel
1 Monat 11 h

Was erwarten die beiden sich jetzt? Mitleid? Respekt? Von den beiden hört man ständig, dass sie wieder eine neue Expedition dahin und dorthin machen. Sie testen immer ihre Grenzen aus und wundern sich dann wenn mal was passiert.
Niemand zwingt sie das zu tun, was sie tun. 
Habe kein Verständnis für solche Aktionen 

Staenkerer
1 Monat 7 h

na, jo, de aufmerksamkeit der medien hobn se jo schun erreicht …sicher schun eppas wos sie gauacht hobn! also des ziel hobn se jo schun erreicht!

So sehe ich das
So sehe ich das
Grünschnabel
1 Monat 9 h

Niemand hat die Zwei gezwungen auf eine Expedition ins Karakorum-Gebirge.
…und für die Allgemeinheit tian sie zem a nichts ausser FB Fotos und Nachrichten verschicken   😉  😉

Johnarch
Johnarch
Tratscher
1 Monat 7 h

Den ganzen Tag in den Nachrichten als erste Meldung…gibt es wirklich nix Wichtigeres? Die Menschen sollten kapieren, dass sie für solche Höhen nicht gemacht sind, also was haben die da oben zu suchen? Nichts! Deshalb auch keine Meldung wert. Was hat ein Taucher in den Tiefen des Ozeans zu suchen? Nichts! Auch keine Meldung wert wenn er von einem Hai gefressen wird oder einfach absäuft. Sollten froh sein dass sie noch leben und in Zukunft etwas nachdenken. Das Überleben bei so einem Unterfangen ist einfach nur Glück, irgendwann ist es aufgebraucht.

mayway
mayway
Grünschnabel
1 Monat 3 h

sehr gut kommentiert

der Europaeer
1 Monat 10 h

Ich wünsche beiden rasche Genesung und weiter Erfolg bei ihren Zielen.

wouxune
wouxune
Superredner
1 Monat 9 h

A Berufssoldot in an Kriegsgebiet odo a Motorennfohra wissn a das sie bei ihrem Beruf sterbm kenn sowos hoasst man Berufsrisiko! Vosteh et warum des noar do a Schlagzeile wert isch🤔🤔 i glab sie wissn das sie do sterbm ken. Für woas noar den Medienrummel???

ebbi
ebbi
Grünschnabel
29 Tage 8 h

weil sie vom Medienrummel leben. Sponsorenverträge, Werbeverträge, Vorträge, Bücher usw.

matti
matti
Tratscher
1 Monat 11 h

warum de sein freiwillig dort und jeder ondere a , also warum regt es enk auf??

Grantelbart
Grantelbart
Superredner
1 Monat 10 h

Ohne die Möglichkeit von Gefahr und Tod wäre für die beiden ja gar kein Reiz dabei, kein Kick. Wenn die Gefahr dann aber real wird kommen die Zweifel. Möge die Vernunft siegen.

Blitz
Blitz
Universalgelehrter
1 Monat 11 h

Noamol guat gongen; ober wehe !!

sepp2
sepp2
Superredner
1 Monat 9 h

jedes mal das gleiche.

Marisa
Marisa
Tratscher
1 Monat 11 h

Wer so a Extremschportler isch muass holt rechnen daß eppas schiafgeaht, Hauptsoche sie lebn nou.

fritzol
fritzol
Superredner
1 Monat 11 h

ja was das Geld für seltsame Unterfangen macht

nuisnix
nuisnix
Superredner
1 Monat 6 h

Ich bin froh, dass sie nochmal mit dem Leben davon gekommen sind!
Aber ich halte nichts von der effekthaschenden Berichterstattung!
Auf den “hohen Bergen” spielt jeder – und im Winter ganz besonders – mit dem Schicksal. Die Berichte davon sind für mich keine Heldengeschichten!

Zugspitze947
Zugspitze947
Universalgelehrter
1 Monat 10 h

Na das ging ja nochmal ganz knapp einigermassen gut aus ! Da dies schon der zweite Vorfall ähnlicher Art war sollte Tamara sich wirklich überlegen ob es Sinn macht so ein hohes Risiko zu gehen ? Wir wünschen Ihr gute Bessereung und dass der Daumen wieder ganz ausheilt 🙂

sabse
sabse
Grünschnabel
1 Monat 7 h

i glab liebe tamara dass es do nimmer viel zu denkn gibt…man soll es Schicksal nit 2 mal auserfordern…vielleicht wors a warnung von gonz oben…auch der mensch sollte seine grenzen kennen…geniests enker leben auf a ondre Art iatz…es hopps soffl gschofft vielleicht isch iatz uanfoch die grenze erreicht ..

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
1 Monat 11 h

Noch mal gut ausgegangen, aber dass etwas passiert war wohl vorprogrammiert!

texasranger
texasranger
Grünschnabel
1 Monat 3 h

alle hater hier fleißig am kommentieren… dann wars wohl doch schlagzeile wert!!

Pully
Pully
Tratscher
1 Monat 7 h

Die Lebenserwartung dieser Extrembergsteiger ist leider nicht hoch
aber das wissen die ja selber
Berg Heil

ines
ines
Tratscher
1 Monat 20 Min

Konn de Frau net amol dahoam bleibn und a gscheitn Orbeit nochgiahn?

vitus
vitus
Tratscher
1 Monat 8 h

Berufsrisiko!

Anderrrr
Anderrrr
Tratscher
1 Monat 4 h

Wen menn s glück so auserfordert und in tot in di augen schaug isch uan net hu helfen…
Bis wos pasiert wider nor sein olle schlauer…😟

Pizzaiolo
Pizzaiolo
Grünschnabel
1 Monat 1 h

Wenn Zeit zum Posten ist wird das Ganze halb so schlimm sein … Gute Besserung und ein bisschen Schneeschuhwandern am Rittner Horn ist auch schön !

Traeumerin
Traeumerin
Grünschnabel
30 Tage 23 h

Mir tun in solchen Situationen einfach nur die Angehörigen leid:
Sie entscheiden sich NICHT FREIWILLIG DAFÜR, allein zurück zu bleiben. 😢
Diese Extrembergsteiger entscheiden FÜR SICH. 😔
Trotzdem bin ich froh darüber, dass es dieses Mal ENDLICH EINMAL gut ausgegangen ist. 😄

Anduril61
Anduril61
Tratscher
30 Tage 11 h
Bin zwar kein Alpinist oder Extremsportler, (Es fehlt mir schlichtweg der Mut) kann aber die Begeisterung und die Leidenschaft für diesen Sport und das austesten der eigenen Grenzen durchaus nachvollziehen und verstehen, auch beneide ich manchmal diese Menschen die sich an Dinge wagen die vorher noch nie jemand geschafft hat. Kritisch finde ich Menschen die sich völlig überschätzen, immun sind gegen jede Art von Ratschlägen und sich in Situationen bringen wo sie dann von anderen, die sich dann selbst in Gefahr bringen müssen aus ihrem Schlamassel gerettet werden müssen….Für solche Deppen hab ich dann ehrlich gesagt kein Verständnis und die… Weiterlesen »
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