Von: luk
St. Ulrich – Die Carabinieri in St. Ulrich in Gröden haben einen Telefonbetrug erfolgreich aufgeklärt und einer älteren Urlauberfamilie fast 20.000 Euro zurückgebracht. Das Geld war zuvor durch eine perfide Masche von Betrügern erbeutet worden.
Die beiden Opfer, ein Ehepaar in den Siebzigern aus St. Ulrich, wurden Ende Oktober 2025 während eines Auslandsurlaubs telefonisch kontaktiert. Die Täter gaben sich als Mitarbeiter eines Zahlungsdienstleisters aus und warnten vor einer angeblich verdächtigen Überweisung. Unter dem Vorwand, die Transaktion stoppen zu müssen, brachten sie die Frau dazu, sensible Bankdaten und Sicherheitscodes preiszugeben. Kurz darauf wurde das Konto nahezu vollständig geleert.
Schnelle Ermittlungen führen nach Süditalien
Erste Hinweise erhielt die Polizei durch eine Bekannte der Familie, die den Vorfall meldete, noch während sich das Paar im Ausland befand. Nach der Rückkehr erstatteten die Betroffenen Anzeige.
Den Ermittlern gelang es rasch, den Geldfluss nachzuverfolgen. Die Spur führte zu einem Konto, das erst wenige Tage zuvor in Acerra bei Neapel von einem 20-Jährigen eröffnet worden war. Das gestohlene Geld konnte dort ausfindig gemacht und umgehend sichergestellt werden.
Geld vollständig zurückerstattet
Am 1. April ordnete die Staatsanwaltschaft Bozen die Freigabe und Rückerstattung der sichergestellten Summe an. Damit erhält das Ehepaar den gesamten entwendeten Betrag zurück.
Die Carabinieri sprechen von einem wichtigen Erfolg im Kampf gegen Internet- und Telefonbetrug. Gleichzeitig warnen sie erneut vor solchen Maschen: Banken oder Zahlungsdienstleister würden niemals telefonisch nach PIN-Codes oder Zugangsdaten fragen. Im Verdachtsfall sollte das Gespräch sofort beendet und direkt Kontakt mit der eigenen Bank aufgenommen werden.




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