Lärmschutz

Tempo 30 bzw. 40 in Meran

Mittwoch, 27. September 2017 | 13:18 Uhr

Meran – Es ist amtlich: Die Lärmbelastung durch den Verkehr ist in etlichen Straßenzügen Merans zu hoch und überschreitet die gesetzlich vorgesehenen Grenzwerte. Der Gemeindeausschuss hat nun reagiert und die Geschwindigkeitsbegrenzungen in mehreren Straßen angepasst.

Mit Ausnahme der Gampenstraße in Untermais (50 km/h) wird auf dem ganzen Gemeindegebiet ab Ende Oktober maximal Tempo 40 erlaubt sein. Daneben werden auch drei neue 30er-Zonen in besonders belasteten Gebieten eingerichtet.

„Angesicht der massiven Lärmbelastung müssen wir Maßnahmen ergreifen, um die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu schützen“, sagte Bürgermeister Paul Rösch. „Wir bleiben konsequent bei unserem Maßstab: Der Mensch kommt vor dem Auto.“

Die Überprüfung der Lärmbelastung ist für alle Straßen vorgeschrieben, die von mehr drei Millionen Fahrzeugen pro Jahr befahren werden (siehe Infobox). Dabei wird auch die Anzahl der Personen gemessen, die vom Verkehrslärm betroffen sind. Besondere Berücksichtigung finden sensible Zonen wie beispielsweise Schulen oder Krankenhäuser. Gemessen an der Anzahl der Betroffenen sind die Straßen mit der höchsten Lärmbelastung folgende: Petrarcastraße, Europaallee, Rätiastraße, Goethestraße, Freiheitsstraße, Romstraße, Rennweg.

Ab Ende Oktober wird daher auf allen Durchzugsstraßen, auf denen bisher 50 km/h erlaubt waren, das Tempolimit 40 km/h eingeführt. Eine Ausnahme bildet lediglich die Gampenstraße in Untermais, weil dort kaum Wohnhäuser stehen. Außerdem werden drei neue 30er-Zonen eingeführt:

•        in der Goethestraße zwischen Rennweg und Krankenhaus

•        in der Piavestraße zwischen Thermentunnel und der Kreuzung mit der Petrarcastraße

•        auf der Achse Mazziniplatz-Rätiastraße-Petrarcastraße-Romstraße (bis zur Postbrücke)

Reduktion der Geschwindigkeit als wirksamstes Mittel

„Die Reduktion der erlaubten Geschwindigkeit ist kurzfristig das wirksamste Mittel: Dadurch wird die Anzahl der Personen verringert, welche erhöhten Werten ausgesetzt sind“, erklärte Mobilitätstadträtin Madeleine Rohrer. Gleichzeitig erhöht sich mit der reduzierten Geschwindigkeit die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer: Vor allem FußgängerInnen und RadfahrerInnen sind besser vor Unfällen geschützt. „Die bisher umfassendste Studie zu Tempo-30-Zonen in London zeigt, dass Unfälle damit um 50% zurückgehen, vor allem solche mit tödlichem Ausgang“, sagte Rohrer.

Langfristiges Ziel: Anzahl der Autos reduzieren

„Als kurzfristige Maßnahme ist die Verringerung der Geschwindigkeit notwendig, doch langfristig kann nur eine Reduktion des Verkehrs das Problem wirklich lösen“, erklärte Rohrer. Daher sei es unbedingt notwendig, Alternativen zum motorisierten Privatverkehr zu schaffen und damit den ständig steigenden Verkehr einzudämmen. „Wir müssen Anreize für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrrad setzen. Das Zentrum muss dafür gut zu Fuß, mit dem Rad und den Öffis erreichbar sein“, sagte Rohrer und verwies auf Großprojekte wie die geplante Standseilbahn zwischen Meran, Dorf Tirol und Schenna. Der neue Verkehrsplan (PUT) werde weitere Lösungen aufzeigen.

 

Die Überprüfung der Lärmbelastung ist für alle Straßen vorgeschrieben, die von mehr drei Millionen Fahrzeugen pro Jahr befahren werden. Dazu zählen in Meran Rennweg, Schennastraße und untere Freiheitsstraße (je über 3 Mio.), Goethestraße (knapp 4 Mio.), Laurinstraße (knapp 4,5 Mio.), Theaterplatz, Romstraße, Petrarcastraße und Pfarrgasse (je über 5 Mio.). Mehr als 6,5 Mio. Fahrzeuge wurden in der IV.-November-Straße, in der Europaallee, in der Cavourstraße, in der Georgenstraße, in der Rätia- sowie in der Piavestraße gemessen. Am meisten Autos fahren durch den Thermentunnel mit 7,3 Mio. pro Jahr.

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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36 Kommentare auf "Tempo 30 bzw. 40 in Meran"


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OrB
OrB
Superredner
26 Tage 5 h

Richtige Entscheidung!

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
26 Tage 4 h

Dann bekommen die ebikes alle ein Problem. Bitte alle mit Kennzeichen versehen. Sie sind nämlich die einzigen von denen du in Meran überholt wirst. Schneller wie 30 gehts dort sowieso selten.

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Grünschnabel
26 Tage 1 h

Die Geister die ich gerufen habe, das sind die Folgen der Nichtwähler, rate euch nur eins geht das nächste Mal zur Wahll, dann brauchen hier nicht alle meckern. denn alle anderen Parteien egal ob links oder rechts hätten das nicht eingeführt
 

a sou
a sou
Tratscher
26 Tage 4 h
In Meran ist das Verkehrsaufkommen aus 2 Gründen so hoch.  1. Die hohe Anzahl Touristen mit PKWs, Kämpern und haufenweiße Bussen 2. Der Durchzugsverkehr von Pendlern und Touristen Der meraner Ansässige mit seinem PKW kann da reichlich wenig dafür. Das weiß man in der Gemeinde auch, will es aber nicht sagen. Aufs Auto verzichten soll der Einheimische und nicht der zahlende Gast! Wir Ortsansässige müssen uns mit den absurden Maßnahmen der Stadtregierung rumschlagen, Fahrverbote, Autofreie Tage, neue absurde Fußgängerzonen, Hirnrissige Tempolimits ecc. Auch die wahnwitzig vielen Speedchecks sind ein anderes ungleich absurderes Thema. Wenn man sich jetzt noch die “Neugestaltung”… Weiterlesen »
der Vinschger
der Vinschger
Tratscher
26 Tage 3 h

Jo genau, ach do geats lei ums Geld, de Radar werdn nit long auf sich wortn lossn

Karl
Karl
Tratscher
26 Tage 4 h
“Der Mensch kommt vor dem Auto.“ :sagt der Bürgermeister.  Ja Herr Rösch, das wird schon sein , aber der Mensch kommt auch mit dem Auto.   Beim Meraner Verkehr gibt es  2 Schwerpunkte.  1. Die Durchfahrt  in das Passeiertal und nach Dorf Tirol wurde von den gesamten  zuständigen Politikern Jahrzehntelang vergessen! 2. Raus mit allen öffentlichen Ämtern aus dem Zentrum der Stadt!!!  Um ein paar  sinnlose Formulare abzugeben oder  abzuholen müssen heute noch viele Menschen  täglich in  der Stadt einen der wenigen verbliebenen Parkplätze suchen und zu Fuß weiter durch die Fußgängerzonen mitten durch den Touristenhaufen  laufen:-)) 3. Mit idiotischen  30-40 er Zonen will man nur… Weiterlesen »
redbull
redbull
Neuling
25 Tage 11 h

u die durchfohrt hafling/schenna a.

Lana77
Lana77
Tratscher
26 Tage 4 h

Nor nou in die betreffenden Zonen schnell nou a poor Radar aufstelln um die Gemeindekassn jo sicher aufzufülln ! Tempo 50 passt, 40 isch schun kritisch, ober 30 isch lächerlich. Isch sicher Unweltfreundlich dauernd zwischn 1. und 2. Gong ummerzuscholtn 😂

One
One
Tratscher
26 Tage 5 h

Also mit diesen Manövern, die der Bürgermeister in Meran seit zwei Jahren durchzieht, wundert es mich dass noch kein Bürgeraufstand geschehen ist. Was sollen all diese komplett idiotischen Unterfangen??? Wieso versucht er mit Gewalt, sämtlichen Bürgern das Leben zu erschweren? Unerklärlich!

TF1
TF1
Grünschnabel
26 Tage 5 h

So woll!! und wiedor fescht mitn Radar kontrolliern damit die Gemeindekassa explodiert!

Shakespeare
Shakespeare
Tratscher
25 Tage 23 h

man könnte sich auch an die regeln halten, nur ein Vorschlag

genau
genau
Superredner
23 Tage 6 h

@Shakespeare

Das stimmt!
Besser wären max 15 kmh!!
Dann könnten wir unser Auto einfach durch die Stadt schieben.
Das wäre sowieso viel umweltfreundlicher!
Oder wir kaufen ein paar Pferde mit Kutschen!

genau
genau
Superredner
26 Tage 5 h

Super!!
Eine wirklich LANGFRISTIGE Lösung!!!
Wie wäre es endlich mal die Untertunnelung zu vollenden??

a sou
a sou
Tratscher
26 Tage 4 h
Wenn jemand auf sein Auto verzichten soll und auch kann, ist das der Tourist der in einem Kurort urlaubt. Die, die hier Wohnen, Arbeiten und brav ihre Steuern zahlen, sind die Letzten denen die Gemeinde Meran Vorschriften zum Gebrauch ihres KFZs zu machen hat.   Wenn man z.B. das ganze Geld was in großteils sinnlose “Sanfte Mobilität” Projekte und dergleichen gesteckt wurde und sicher noch wird, in die Infrastruktur stecken würde, dann wäre der Küchelbergtunnel schon fertig und viel durchzugsverkehr nicht mehr in Meran.  Des weiteren wäre eine Citymaut für Touristen mit eigenem PKW anzudenken. Bei den Blechlawinen die jedes… Weiterlesen »
Geri
Geri
Tratscher
24 Tage 8 h

@ a sou  
Wo du Recht hast, hast du recht. Touristen haben ja die Mobilcard, mit der sie kostenlos alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen können. Ganz im Gegensatz zu den Einheimischen, die überall ihre Brieftasche zücken “dürfen”.

bedenklich
bedenklich
Grünschnabel
26 Tage 5 h

es wundert mich immer wieder, dass die Menschheit früher überlebt hat, wenn heutzutage wirklich alles zum Problem wird!

Lana77
Lana77
Tratscher
26 Tage 3 h

Wos i nou recht lustig find isch dass die Fr. Rohrer ollen Ernstes a mikriges Kaff wia Meran mit London vergleichn will. Jeder Blödsinn werd heintzutog mit “Sicherheit” schiangredet und grechtfertigt. War mol guat zu wissn wia viele schlimme Unfälle in Meran sein, wou a wirklich die Autofohrer schuld hobn. Es passiern a genua Unfälle wegen rücksichtslose Fuassgänger und Radlfohrer!

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
26 Tage 5 h

gilt auch für Radfahrer (ohne Licht) . . .

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
26 Tage 4 h

Einbahn fahren, Zebrastreifen benutzen, Fahrradweg missachten und und und… warum zahle ich noch eine tassa di circolazione? Jene die nichts zahlen dürfen immer und überall fahren

Einar
Einar
Neuling
26 Tage 3 h

man steht sowieo nur im Stau, das ständige Anfahren macht doch am meisten Lärm, besonders die LKWs und Busse, die erreichen in der Stadt sowieso nie Tempo 40 bzw. Tempo 30.
Die nächste Maßnahme wird sein: wir schieben unsere PWKs und LWKs durch die Stadt 🙂

wanderratte
wanderratte
Grünschnabel
26 Tage 39 Min

30 in der Wohnzone geht schon gut, aber bei der Rom- Petrarca- Piavestraße handelt es sich seit immer um breite Durchzugsstraßen, jene die dort wohnen, tun mir zwar leid, aber diese Bürger haben Wohnungen neben verkehrsreichen Straßen erworben, ich bezweifle dass sich die Situation mit 10 km/h weniger so stark verbessert, die Staus werden länger. Besser erscheint mir Flüsterasfalt und langfristig Elektromobilität. Traktoren fahren kaum 30 km/h machen aber vollbeladen einen Krach wie kaum ein anderes Verkehrsmittel.

der Vinschger
der Vinschger
Tratscher
26 Tage 3 h

Werds holt nou mehr stauen! Obr die Kassen werds fülln…

kekserin
kekserin
Grünschnabel
26 Tage 5 h

Wahnsinn🤦🏼‍♀️

iuhui
iuhui
Superredner
26 Tage 1 h

die Lärmbelästigung durch bellende Hunde ist manchmal sogar schlimmer!

Raphi
Raphi
Neuling
25 Tage 22 h

Geht alles ok. Aber dann müssen die Radfahrer auch einmal die Reglen einhalten, wei die können tun was sie wollen.😡😡😡

Ralph
Ralph
Tratscher
25 Tage 23 h

ich wäre für Tempo 25 im ganzen Stadtbereich

Dagobert
Dagobert
Superredner
25 Tage 11 h

Ein “Grüner” Politiker hat noch kaum etwas Gscheides auf die Beine gestellt.

genau
genau
Superredner
23 Tage 6 h

Doch!! Die Asylanten-Erlebniswelt am Bahnhof😁

freiwild
freiwild
Grünschnabel
25 Tage 20 h

dei getuntn auto ba ins do mochn wensi lengsemr fohrn mear puff als ba ondrer geschwindigkeitn

sakrihittn
sakrihittn
Tratscher
25 Tage 20 h

Gscheider wäre neben dem Küchelbergtunnel ,das endlich in Angriff genommen wird, sofort mit dem Bau der Gondelbahnen von Schenna und Tirol zu beginnen damit alle Touristen die Möglichkeit haben das Auto stehen zu lassen wenn sie Meran besuchen wollen. Kein Verkehr haben wollen, aber alle sollen ins Stadtzentrum kommen um einzukaufen…die Ansässigen, Arbeiter, Lieferanten sollen für alle bluten und zugleich die Wirtschaft ankurbeln. Mir kommt vor als ob sich einige morgens mit dem Hammer den Kopf kämmen würden………

sigi
sigi
Neuling
25 Tage 12 h

Lächerlich….in der Nacht fährt sowie jeder wie er will. Die Radar stehen auch nur als Deko am Straßenrand. Da könnt ihr auch 10kmh einführen. Aber vielleicht können die Anreiner besser schlafen wenn sie wissen dass vor der Tür ein Verkehrsschild mit kleinerer Nummer steht.

redbull
redbull
Neuling
25 Tage 11 h

kimp davon wenn man di grienen wählt. auso verbieten kenn de nix. umfohrungsstroßn baun war effektiver. seit zb in bruneck di gonze stodt a komplette umfohrung hot -u itz a no a extra ausfohrt fürn kronplotz, isch zem do vokehr schnell gschrumpft. lei di pendler u tourisrn hobn a problem u sel hoast parkplätze -bsundors fir pendler warn gratisparkplätze wichtig nor tatn se net olleweil manondfohrn um an parkplotz zi findn.

fanalone
fanalone
Tratscher
25 Tage 11 h

Vom Grunde her sehr zu begrüßen. Faktisch fährt jedoch ohnehin kaum jemand schneller als 40 bzw. 30. Meist steht der Verkehr sogar auf den genannten Straßen. Der Effekt wird leider gegen null gehen. Das es keine wirksamen Kontrollen gibt, werden auch hirnlose Raser/Lärmende Zweiräder weiterhin nicht eingebremst. Bauliche Veränderungen, vor allem auf Nebenstraßen, die gerne als Ausweichroute genommen werden oder besser Einbahnregelungen vermisse ich im Maßnahmenpaket. Aber allem voran: Baut endlich den Tunnel am Küchelberg, jeder Tag früher ist ein Gewinn für Meran der mehr bewirkt als irgendwelche Papiertiger aufzubauen.

pinocchio
pinocchio
Neuling
24 Tage 19 h
zu diesen Thema kann ich nur sagen es ist eine masslose Frechheit von unserem BM und CO ist, uns Meraner Bürger ein solcher total absurden Idiotio aus zu setzen.Nicht nur,dass sich unser BM erlaubt einem Meraner die Zufahrt auf Gemeidegebiet zu verbieten,wobei ich der Meinung bin. dass es fahrlässig ist einem Gemeidebürger eine An-und Zufahrt zur Eigentumswohnung und Eigenstumparkplatz nicht gewährt zu können.Und nun auch noch die absolute nonsens uns mit 30 kmh die kaum möglich ist umzusetzen durch das Gemeindegebiet Meran zu schleusen.NO COMMENT!!!!Es wäre besser die Ansätze bei der Wurzl zu packen und mit Vorbild als Kurstadt Meran… Weiterlesen »
Lingustar
Lingustar
Superredner
24 Tage 6 h

Die Lösung des Problems könnte ja so aussehen wie z.B. in Dinkelsbühl in Mittelfranken….  Alle Busse und Besucher PKWs bleiben draußen auf separaten Parkplätzen und die Leute gehen entweder zu Fuß oder werden mit Bussen in und aus der Stadt gebracht. Einheimische und innerstädtische Hotelgäste bekommen Fahrgenehmigungen und der jetzige Durchgangsverkehr muss das Stadtgebiet umfahren. Die Kosten dafür deckt die Kurtaxe locker.
Und wem das nicht passt, der bleibt halt weg!
In Dinkelsbühl klappt das jedenfalls hervorragend – und die haben noch erheblich mehr Besucher als Meran!

PuggaNagga
PuggaNagga
Superredner
25 Tage 13 h

Das passiert wenn man Grüner Politik Glauben schenkt.
London (Metropole) mit Meran zu vergleichen?

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