Die Lawinensituation in Westösterreich bleibt weiter kritisch

Tourengeher bei Lawinenabgang in Vorarlberg tödlich verletzt

Sonntag, 29. März 2026 | 08:16 Uhr

Von: apa

Ein 53-jähriger Skitourengeher ist am Samstag bei einem Lawinenabgang westlich des Gipfels Winterstaude in Egg/Schetteregg in Vorarlberg (Bezirk Bregenz) ums Leben gekommen. Der Mann war laut Polizei in den Nordhang eingefahren, als sich das Schneebrett löste und ihn über 295 Meter weit und 214 Meter, zum Teil über felsdurchsetztes steiles Gelände, in die Tiefe riss. Dort blieb der Mann schließlich regungslos liegen. Für den Wintersportler kam jede Hilfe zu spät.

Verschüttet wurde der Skitourengeher indes kaum, hieß es. Der gut ausgerüstete Alpinist hatte es noch geschafft, den Airbag auszulösen. Der Notarzt eines Rettungshubschraubers konnte jedoch nur mehr seinen Tod feststellen.

Zum Unfallzeitpunkt herrschte in dem Bereich Lawinengefahrenstufe 3, also erhebliche Gefahr. Im Einsatz standen zudem die Bergrettung Bezau, der Notarzhubschrauber C8, der Polizeihubschrauber Libelle, zwei Polizeistreifen sowie die Alpinpolizei.

Weitere Lawinenabgänge

Unterdessen ereignete sich in Vorarlberg am Samstag ein weiterer Lawinenabgang – konkret im Wintersportort Lech am Arlberg (Bezirk Bludenz). Ein 32-jähriger Variantenskifahrer löste im freien Gelände im Bereich “Ochsengümple” ein kleines Schneebrett aus, teilte die Exekutive mit. Er wurde mitgerissen, kam schlussendlich auf der Oberfläche zu liegen und blieb offenbar unverletzt. Der Mann war Teil einer sechsköpfigen Gruppe. Diese traute sich danach nicht mehr weiter abzufahren. Daher wurde ein Notruf abgesetzt. Die sechs Wintersportler, die mit vollständiger Notfallausrüstung unterwegs waren, wurden von der Besatzung des Polizeihubschraubers Libelle geborgen.

Bereits am Freitagnachmittag war – ebenfalls in Lech im freien Skiraum – ein 39-jähriger Skifahrer aus Deutschland bei einem Lawinenabgang etwas mehr als einen Meter teilverschüttet worden. Der Mann hatte das Schneebrett im Bereich “In der Litzi” nahe einer Skiroute selbst ausgelöst. Der Deutsche wurde daraufhin rund 100 Meter mitgerissen. Er konnte sich selbst aus den Schneemassen befreien und blieb unverletzt.

Sein 40-jähriger Begleiter, ein Snowboarder, hatte einen Notruf abgesetzt und war zu ihm aufgestiegen. Zum Unfallzeitpunkt herrschte in dem Bereich Gefahrenstufe 4, also große Lawinengefahr. Beide Wintersportler waren ebenfalls mit einer vollständigen Notfallausrüstung unterwegs.

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