Von: Sophia Molitor
Bozen – Die Carabinieri trauern um Leutnant mit Sonderauftrag Christian Califano. Der gebürtige Bozner, der seit mehr als drei Jahrzehnten bei den Carabinieri im Dienst stand, ist am Dienstag, 2. September, nach einem plötzlich aufgetretenen Unwohlsein verstorben. Auch in Südtirol löste sein unerwarteter Tod große Betroffenheit aus.
Christian Califano wurde am 6. März 1971 in Bozen geboren. Am 9. Februar 1991 begann er seine Laufbahn bei den Carabinieri, 1995 wurde er zum Maresciallo, einem Unteroffiziersdienstgrad der Carabinieri, befördert.
Zum Zeitpunkt seines Todes war Califano Kommandant der Einsatz- und Funkstreife der Carabinieri-Kompanie Schlanders, eine Funktion, die er seit Mai 2020 mit großem Engagement ausübte.
Seine berufliche Laufbahn war von zahlreichen Erfolgen und einer engen Verbundenheit mit Südtirol geprägt:
- Von 2001 bis 2020 leitete Califano die Carabinieri-Station in Taufers im Münstertal und war damit fast zwei Jahrzehnte lang eine feste Anlaufstelle für die Bevölkerung vor Ort.
- Neben seiner Tätigkeit bei den Carabinieri war er auch als ehrenamtlicher Vertreter der Staatsanwaltschaft in Verfahren vor dem Friedensrichter tätig. Durch seine juristische Ausbildung verfügte er über fundierte Kenntnisse im Rechts- und Verfahrenswesen.
- Califano war perfekt zweisprachig und besaß das Zweisprachigkeitszertifikat der Autonomen Provinz Bozen. Damit war er auch beruflich eng mit Südtirol verbunden.
- Für seinen langjährigen Dienst wurde er mehrfach ausgezeichnet, darunter 2016 mit dem Goldenen Kreuz mit Turm für langjährige Dienstzeit und 2021 mit der Goldmedaille für langjährige Führungstätigkeit. Für seinen Einsatz während der COVID-19-Pandemie erhielt er zudem das entsprechende Verdienstband.
Kollegen und Vorgesetzte erinnern sich an Califano als pflichtbewussten und engagierten Kollegen, der seinen Dienst mit großer Einsatzbereitschaft versah. Die Carabinieri sprechen seiner in Laas lebenden Familie, seiner Ehefrau Tamara Maria sowie seinen Kindern Fabio und Chiara ihr tiefes Mitgefühl aus.




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