Ein Kommentar

Ursachenforschung

Dienstag, 14. Januar 2020 | 09:46 Uhr

Bozen – Der Landtagsabgeordnete Alessandro Urzì von „Alto Adige nel cuore“ ist vor allem bei der deutschen Bevölkerung nicht jedermanns Freund – nicht zuletzt wegen seiner nationalistischen Rundumschläge. Seine Kritik an alkoholischen Gratisgetränken für Jugendliche, die volljährig werden, sollte man jedoch nicht ganz vom Tisch fegen.

Trotz der Alkoholunfälle in Italien am Jahresanfang hielt die Bestürzung weniger lang an als gedacht: Erst in der Nacht auf Samstag wurden fünf Betrunkene am Steuer erwischt.

Alkohol gehört in unserer Gesellschaft dazu – und auch Jugendliche sollten ihre Erfahrungen damit machen, damit sie einen gesunden Umgang mit Alkohol lernen.

Doch laut Jugendstudie 2016 betrinken sich immerhin 21,4 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 25 Jahren mindestens einmal in der Woche. Die Zeit von 14 bis 25 Jahren ist lang.

Ein kritischer Blick auf unser Freizeitverhalten könnte angesichts dieser Zahlen nicht schaden. Letztendlich hilft ehrliche Ursachenforschung eher, Alkohol am Steuer zu bekämpfen, als zusätzliche Regeln und Verbote.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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13 Kommentare auf "Ursachenforschung"


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Andreas1234567
Andreas1234567
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Hallo mk (Kommentator)

die letzte für Aufregung sorgende Aussendung des Herrn Urzi beschäftigte sich mit dem Dialektgebrauch in Südtiroler Amtsstuben und es wäre die plausible Erklärung warum die Zweisprachigkeit von italienischer Seite eher gemieden wird. Soviel zu “nicht jedermanns Freund in der deutschsprachigen Bevölkerung”.

https://www.suedtirolnews.it/politik/urzi-kaempft-fuer-dialekt-verbot

Nun sorgt er sich also “glaubwürdigerweise” um die Leberwerte der Südtiroler Jugend..

Die Meinungsrichtung ist klar, der Südtiroler ist ungebildet, nicht der deutschen Hochsprache mächtig und von der Jugend an dem Alkohol verfallen. Eben “Vaccaland”.

https://www.stol.it/artikel/chronik/suedtiroler-sind-beeintraechtigte-im-vaccaland

Es braucht SHB und SSB mehr denn je wie mir scheint als meinungskräftigen Gegenpol zu solchen Aussendungen.

Gruss nach Südtirol

DAICH
DAICH
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Grund sind nunmal auch die Aussendungen von SHB und SSB, die wiederum Aussendungen der Gegenseite produzieren.
Aktion- Reaktion!
Jetzt abermals Aussendungen anzuhetzen, treibt die Spirale der Boshaftigkeit nur weiter nach oben, deshalb lieber Andreas sollten wir das Neue Jahr nicht gleich mit Anstacheln zur Hetze beginnen.

Andreas1234567
Andreas1234567
Tratscher
1 Monat 6 Tage
Hallo @DAICH, selbst sehe ich seit Monaten eine bedenkenswerte Entwicklung konservative Kreise Südtirols in die Enge zu treiben und letztendlich die kulturelle Eigenart Südtirols als primitiv und überholt darzustellen.. Zur Erinnerung: Das “Waffenverbot” für die Schützen in den Kirchen. Das unsägliche “Vaccaland” des 5-Sternemanns Dr.Gallo Das hysterische Geschrei als mal daran erinnert wurde das die deutschen Ortsnamen im Gegesatz zu den Namensideen des Tolomei auch nach 100 Jahren Autonomie nicht offiziell sind.. Überbordende Gesetzesfreude bei Reistrierkassen und Kindersitzen, die Südtiroler sind ja bekannt für Steuerhinterziehung und ihre Kinder im Auto rösten zu lassen. Der Wolf ist mein Spezialthema, die Thematik… Weiterlesen »
Savonarola
1 Monat 6 Tage

@Andreas1234567

in der Tat ist es so, dass gewisse Südtiroler sich selbst die Schuld an der Situation im Lande geben. Sie glauben, leise treten, ja sich fast schon entschuldigen zu müssen, dass es die “Sonder”autonomie und Menschen gibt, die an ihren althergebrachten Rechten festhalten; das nennen sie Provikation und Zündeln. Sie predigen das friedliche Zusammenleben, meinen und erreichen aber nur einseitiges Nachgeben und einseitige Verzichtspolitik. Mittlerweile sind die Südtiroler selbst die größten Feinde der Autonomie, der Selbstbestimmung und ihrer selbst: der innere Feind.

DAICH
DAICH
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage
@Andreas1234567 Die meisten dieser Gesetze, die Sie hier anprangern, um die Südtiroler zu verärgern( Kindersitz mit Alarm, Registrierkassen) gelten nunmal italienweit und wurden nicht explizit auf die Südtiroler, um diese zu ärgern, eingeführt! Italien ist nicht die Welt und die nördlichste Provinz mit 0,9% der Bevölkerung Italiens ist noch weniger als nicht die Welt. Sie werden es nicht für möglich halten, aber auch bei uns in Deutschland bekommt ein Südtiroler beim Einkauf einen aus der Registrierkasse generierter Kassenbon in die Hände gedrückt ( Seit Januar d. J. Bonpflicht) und ich kenne auch bei uns in Deutschland kein Gesetz, dass Südtiroler… Weiterlesen »
Martinus
Martinus
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

@Andreas
SHB und SSB braucht es, keine Frage…
je weniger desto besser!

denkbar
denkbar
Kinig
1 Monat 5 Tage

Andread1235667. Ihre Kommentare ergeben folgendes Bild: äußerst konservativ, kleinbürgerlich, rechtsradikalen Traditionen anhängend, den Alkohol liebender Deutscher.
Falls dem nicht so ist und Ihre bisherigen Kommentare ein falsches Bild ergeben, sollten Sie künftig wrniger ketzerisch und kontrovers (schleimig und boshaft oft in einem Zug) in Ihrer Wortwahl sein.

Johnarch
Johnarch
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Spezialthema Wolf? Gehören Sie auch zu der Sorte “Mensch”, die alles ausrotten will, was einem nicht grad in den Kram passt? Glücklicherweise kann hier das Bauernland nicht einfach selbst entscheiden, denn wem unsere Politiker hörig sind, wissen wir. Wenn in einer Amtsstube ein italienischsprachiger Mitbürger vor mir steht, der der deutschen Sprache mächtig ist, ich aber meinen Dialekt gebrauche, zeugt dies von Respektlosigkeit, nichts anderes. Wenn sich dann auch noch Spitzensportler bei Interviews im TV weigern, die Hochsprache zu verwenden, da man sich damit “nicht wohl fühlt” und untertitelt werden müssen…größer Armutszeugnis gibt es wohl nicht.

denkbar
denkbar
Kinig
1 Monat 5 Tage

Es ist wichtig und richtig, Ursachenforschung zu betreiben! Unzählige Familien haben in Südtirol schon unter einem Familienmitglied gelitten, das zu sehr dem Alkohol dröhnte. Erschreckend, wenn Jugendliche sich wöchentlich besaufen und sich damit auch einiges in ihrem Lebensweg verbauen. Es sind das meist jene Jugendlichen für die das Gasthaus die einzige Freizeitbeschäftigung ist. Da muss man was tun und diese Jugendlichen schützen..
Natürlich wird es in dieser Kommentarspalten einen Aufschrei geben weil der Antrag von Urzi kommt.
Mir ist es egal wer es zum Thema macht, Hauptsache man gibt dem Problem die nötige Aufmerksamkeit.

denkbar
denkbar
Kinig
1 Monat 5 Tage

Jugendliche sollten Alkohol als reines Genussmittel kennen lernen. Das bedeutet für mich, dass zu einem besonderen Anlass mit Genuss beispielsweise ein gutes Glas Wein zum Essen gereicht wird. Das Hinunterschütten von Alkohol, wie man es oft in Igloos in Skigebieten, in Bars und Discos sieht, hat mit Genuss nichts zu tun, da fängt für mich schon der Konsum als Suchtmittel an. Es ist auch das WIE Alkohol konsumiert wird ausschlaggebend, ob es in einer Sucht endet.

Savonarola
1 Monat 6 Tage

Dass Urzi für ein Alkoholverbot kämpft ist wenig plausibel. Ihm ging es nur darum, die Gelegenheit zu ergreifen, um die sudtirolesi (ja, sudtirolesi) als ubriaconi zu brandmarken.

ivo815
ivo815
Kinig
1 Monat 5 Tage

„Alkohol gehört in unserer Gesellschaft dazu – und auch Jugendliche sollten ihre Erfahrungen damit machen, damit sie einen gesunden Umgang mit Alkohol lernen.“

Nein, sollen sie nicht. Es reicht eine entsprechende Erziehung und die Vorbildfunktion der Erwachsenen. Solange Alkohol und die Folgen von Alkoholismus ständig bagatellisiert werden, kann von den nachkommenden Generationen keine Änderung erwartet werden.

Orschgeige
Orschgeige
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Südtirol ist ein komisches Land. Selbst das Alkoholproblem wird zur etnischen Frage!

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