Annäherungsverbot

Vorwurf der Kindesentführung: Vater darf in den Hausarrest

Mittwoch, 06. März 2024 | 15:34 Uhr

Bozen/Percha – Jener 32-Jährige, der sich am Bozner Landesgericht wegen mutmaßlicher Kindesentführung in Bruneck verantworten muss, darf das Gefängnis verlassen. Der Mann hatte bekanntlich versucht, am 13. Februar seinen zweijährigen Sohn zu entführen, wurde in Percha dann aber in einen Unfall verwickelt und konnte somit aufgehalten werden.

Der Marokkaner wird nun in den Hausarrest überstellt. Einem entsprechenden Antrag der Verteidigung wurde im Rahmen des Haftprüfungstermins stattgegeben, wie stol.it berichtet. Gleichzeitig wurde aber auch ein Annäherungsverbot ausgesprochen. Demnach muss der 32-Jährige zu seinem Sohn Abstand wahren.

Der 32-Jährige, der in Deutschland lebt, hat am 13. Februar in Bruneck in Anwesenheit einer Sozialassistentin seinen zweijährigen Sohn getroffen. Die 28-jährige Mutter, die ebenfalls aus Marokko stammt, wohnt mit dem Kind in der Rienzstadt.

Bei einem Spaziergang verpasste der Mann der Sozialassistentin am Kapuzinerplatz plötzlich einen Stoß und riss den Buben an sich. Mit dem Kind soll der Vater in ein Auto gestiegen sein, wo ein mutmaßlicher Komplize (27) auf die beiden wartete.

Doch die Flucht hatte ein jähes Ende. Auf der Pustertaler Straße zwischen Bruneck und Percha prallte der Pkw mit einem Wohnmobil zusammen. Während der Vater und das Kind schwer verletzt wurden, kam der 27-jährige Bekannte mit leichten Verletzungen davon. Die beiden Männer wurden in der Folge festgenommen.

Der Vater musste zunächst noch einige Zeit zur Behandlung im Krankenhaus bleiben. In der Folge wurde er ins Trientner Gefängnis überstellt.

Die Verteidigung soll für die beiden Männer nun einen gerichtlichen Vergleich beantragt haben.

Von: mk

Bezirk: Bozen, Pustertal

Kommentare
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bislhausverstond
bislhausverstond
Superredner
2 Monate 14 Tage

So a witz, in bua entführt und schwar verletzt, iaz noch a poor wochn schun in hausarrest? Ob in die zelle mit sella typn

Doolin
Doolin
Kinig
2 Monate 13 Tage

…würde interessieren wo dieser in Deutschland wohnhafte Marokkaner letztendlich seinen Hausarrest verbringt und wie das kontrolliert wird, sollte das bei ihm zu Hause statt finden sollen…oder verbringt er gar den Arrest bei der Frau, der er das Kind gewaltsam entzogen hat…da wundert nichts mehr…

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