Von: mk
Auer/Pfatten – Das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd in der Agentur für Bevölkerungsschutz hat die Stabilität der Etschdämme in den Gemeinden Auer und Pfatten durch gezielte bauliche Maßnahmen maßgeblich erhöht. In zwei verschiedenen Abschnitten wurden aufwändige Filtersysteme aus Schotter in den Dammkörper integriert, um die Stabilität gegen künftige Hochwasserereignisse zu erhöhen. “Diese Art der Böschungsstabilisierung ist eine bewährte Methode, die ihre Wirksamkeit bereits bei Hochwasserereignissen in der jüngeren Vergangenheit unter Beweis gestellt hat”, unterstreicht Amtsdirektor Thomas Thaler.
Die technische Ausführung unter der Leitung von Projektant und Bauleiter Claudio Volcan und Vorarbeiter Helmut Gurndin folgte einem präzisen Ablauf: Zunächst wurde das bestehende Material ausgehoben, um Platz für eine Kombination aus Sand und polymeren Geobaustoffen zu schaffen. Darauf aufbauend wurde der eigentliche Schotterfilter errichtet, der die Struktur des Damms festigt und gleichzeitig eine kontrollierte Entwässerung ermöglicht. Nach Abschluss dieser tiefgreifenden Eingriffe wurden die betroffenen Uferbereiche wieder fachgerecht in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.
Die Arbeiten erstreckten sich über zwei markante Zonen: Am orografisch rechten Ufer oberhalb des Pumpwerks am Pfattner Graben nahe der Laimburg wurden rund 600 Meter des Damms gesichert, während am linken Ufer oberhalb der Pigloner Brücke weitere 1000 Meter verstärkt werden konnten. In beide Projekte flossen jeweils 400.000 Euro, wobei die Finanzierung über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE sichergestellt wurde. Damit investiert das Land Südtirol konsequent in die Hochwassersicherheit und den Schutz der Bevölkerung im Südtiroler Unterland.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen