Von: luk
Trient – Benito Mussolini bleibt Ehrenbürger der Stadt Trient. Ein Antrag auf Aberkennung der Ehrenbürgerschaft hat im Gemeinderat nicht die erforderliche Mehrheit erreicht.
Der Ausgang war erwartet worden: Für den Beschluss wären nämlich 32 Ja-Stimmen notwendig gewesen, 28 Ratsmitglieder stimmten dafür. Zwei enthielten sich, zehn gaben keine Stimme ab. Die Abstimmung erfolgte geheim und unter Ausschluss der Öffentlichkeit, weshalb unklar bleibt, aus welchen politischen Reihen die fehlenden Stimmen kamen.
Die Antragsteller zeigten sich enttäuscht. In einer gemeinsamen Erklärung betonten mehrere Listen und Gruppen die symbolische Bedeutung solcher Entscheidungen für die Werte einer Gemeinschaft.
Der Antrag war von einem breiten Bündnis im Gemeinderat eingebracht worden.
„Dass Mussolini weiterhin Ehrenbürger in Trient bleibt, ist ein fatales Signal, das auch wir in Südtirol nicht ignorieren dürfen“, kommentiert der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll die Sachlage. „Gerade bei symbolischen Entscheidungen wie dieser braucht es eine klare Haltung!“ Knoll bezeichnet die Entscheidung der Stadt Trient als demokratiepolitische Bankrotterklärung: „Wer im Jahr 2026 nicht in der Lage ist, sich von Mussolini und den Verbrechen des Faschismus zu distanzieren, hat nichts aus der Geschichte gelernt. Diese Entscheidung zeigt, wie schlecht es in Italien um das Demokratiebewusstsein und um die Aufarbeitung der eigenen Geschichte bestellt ist.“




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