Von: luk
Bozen – Die Inflation in Bozen hat im April 2026 deutlich angezogen. Wie aus den aktuellen Daten des Verbraucherpreisindexes hervorgeht, lag die Inflationsrate in der Landeshauptstadt bei 3,4 Prozent und damit klar über dem März-Wert von 1,9 Prozent. Auf gesamtstaatlicher Ebene betrug die Inflation 2,7 Prozent.
Auch der Verbraucherpreisindex für Haushalte von Arbeitern und Angestellten (FOI) ohne Tabakwaren stieg in Bozen auf 3,0 Prozent. Italienweit lag dieser Wert bei 2,6 Prozent.
Besonders stark verteuerten sich laut der Stadt Bozen die Bereiche Energie und Verkehr. Die größten monatlichen Preissteigerungen wurden in der Kategorie „Wohnen, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe“ registriert. Dort erhöhten sich die Preise im Vergleich zum März um 4,2 Prozent. Ausschlaggebend waren vor allem Heizöl (+22,6 Prozent), Gas (+10,6 Prozent) und Strom (+5,8 Prozent).
Auch im Bereich Verkehr kam es zu einem deutlichen Plus von 2,2 Prozent. Gründe dafür waren unter anderem höhere Preise für internationale Flüge (+11,4 Prozent), Dieselkraftstoff (+9,1 Prozent) und Inlandsflüge (+7,6 Prozent).
Darüber hinaus verteuerten sich Lebensmittel und alkoholfreie Getränke um 0,9 Prozent. Besonders betroffen waren frisches Gemüse, Zitrusfrüchte und frisches Obst.
Der für Statistik zuständige Stadtrat der Stadt Bozen, Claudio Della Ratta, sprach von einem erneuten Preisauftrieb, der sich direkt auf die Lebenshaltungskosten der Haushalte auswirke. Besonders besorgniserregend sei das rasche Wachstum der Inflation im vergangenen Monat, das an die Entwicklungen der Jahre 2021 und 2022 erinnere.
Mit den Daten für Jänner 2026 hat das italienische Statistikamt ISTAT zudem eine neue Berechnungsmethode eingeführt. Die Verbraucherpreisindizes werden nun nach der neuen ECOICOP-Klassifikation mit 13 statt bisher zwölf Ausgabenabteilungen veröffentlicht. Gleichzeitig wurde das Basisjahr der Preisindizes von 2015 auf 2025 aktualisiert.




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