Der Papst bei seinem Besuch in Rimini am Wochenende

“Blue Lou” Marini traf Papst Leo XIV.

Montag, 24. August 2026 | 08:56 Uhr

Von: importer

Ein Treffen zwischen Papst Leo XIV. und dem US-Saxofonisten Louis “Blue Lou” Marini hat beim Meeting der katholischen Basisbewegung “Comunione e liberazione” in Rimini am Wochenende für einen besonderen Moment gesorgt. Der 81-jährige Musiker, der durch den Kultfilm “Blues Brothers” von 1980 bekannt wurde, zeigte sich nach der Begegnung sichtlich beeindruckt. Marini überreichte dem Papst nach eigenen Angaben eine klassische Sonnenbrille der Blues Brothers Band.

Leo XIV. habe ihm und seiner Frau Carmen im Gegenzug Rosenkränze geschenkt. “Es war ein wirklich cooler Moment”, sagte Marini gegenüber der Mailänder Tageszeitung “Corriere della Sera” am Montag. Der Musiker habe dem Papst erklärt, die Blues Brothers Band sei – bewusst oder unbewusst – stets “im Auftrag des Herrn” unterwegs gewesen. Leo XIV. habe sich daraufhin an seine Zeit im Priesterseminar erinnert, in der er den Film gesehen habe. Der Papst erwähnte die Szene, in der die Protagonisten in Milwaukee mit dem Auto über eine Brücke springen.

Marini stammt wie der Papst aus Chicago

Marini stammt aus Chicago und bezeichnete es als große Ehre, einen amerikanischen Papst aus seiner Heimatstadt zu treffen. Zu politischen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über Leo XIV. sagte er, er schenke dessen Aussagen “nicht viel Aufmerksamkeit”. Zu seinem eigenen Glauben äußerte sich der Musiker zurückhaltend. Er sehe sich als spirituellen, nicht unbedingt religiösen Menschen. Musik könne ihm und seinen Bandkollegen jedoch das Gefühl geben, etwas Besonderes zu bewirken. “Wir sind Teil eines großen Puzzles”, sagte Marini. Je mehr man versuche, es zu verstehen, desto weniger wisse man.

Eine besondere Verbindung hat der Musiker zu Italien: Seine Großeltern stammten aus dem Land. Sein Großvater Candido kam aus Darzo im Trentino, seine Großmutter aus Bagolino in der Provinz Brescia. Seit dem Jahr 2000 versuche seine Familie, jedes Jahr nach Italien zu kommen. Sein Lieblingsort sei der See Idro. Auch den “Blues Brothers”-Film habe er in diesem Frühjahr erstmals seit langer Zeit wieder vollständig gesehen. Dabei sei ihm aufgefallen, wie “süß und bezaubernd” der Film sei. Er sei stolz darauf, Teil des Kultfilms gewesen zu sein.

Dass er mehr als 40 Jahre später noch immer weltweit die Songs des Films mit der Blues Brothers Band spiele, hätte er sich damals nicht vorstellen können. “Du bist völlig verrückt”, hätte er jemandem geantwortet, der ihm diese Zukunft vorausgesagt hätte.

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