Straßenpolizei zerschlägt internationale Bande – VIDEO

Brutaler illegaler Hundewelpenschmuggel aufgedeckt

Dienstag, 20. November 2018 | 08:00 Uhr

Amaro/Udine – Der Polizei und der Staatsanwaltschaft gelang es, einen von einer internationalen Bande in großem Stil aufgezogenen Schmuggel von Hundewelpen aufzudecken. Die im Alter von nur einem Monat ihrer Mutter entrissenen Hundewelpen wurden ohne jegliche gesundheitliche Vorsorge und ohne jemals gegen die Tollwut geimpft worden zu sein, unter schrecklichen Bedingungen von Osteuropa nach Italien geschmuggelt. Mit dem Verkauf der illegal gehandelten Welpen, die aufgrund des jungen Alters und des brutalen Transports oft nicht lange überlebten, erzielte die Bande hohe Gewinne.

ANSA/POLIZIA DI STATO

Die Ermittlungen gegen die international operierende Bande von Welpenschmugglern begannen im Dezember 2017, nachdem eine Streife der Untersektion der Straßenpolizei von Amaro in der Nähe von Udine ein Fahrzeug mit 65 Hundewelpen an Bord aufgehalten hatte. Die höchstens einen Monat alten Jungtiere, welche keine Impfung gegen die Tollwut besessen hatten, waren eng in kleine Käfige gepfercht im Kofferraum des Fahrzeugs transportiert worden. Selbst das zum Überleben notwendige Trinkwasser war den Welpen vorenthalten worden. Laut den geltenden gesetzlichen Bestimmungen dürfen Jungtiere erst nach der Milchentwöhnung und in jedem Fall erst nach dem dritten Lebensmonat vom Muttertier getrennt werden.

ANSA/POLIZIA DI STATO

Nach und nach gelang es der Staatsanwaltschaft von Udine und den Polizisten der Untersektion der Straßenpolizei von Amaro, das gesamte illegale Netzwerk aufzudecken. Die kriminelle Organisation, welche vor allem in den norditalienischen Provinzen Reggio Emilia, Bergamo und Como aktiv war, importierte die Welpen aus Ungarn, Polen und der Slowakei. Mithilfe eines „entgegenkommenden“ Tierarztes und zweier Zuchtbetriebe, welche für die Organisation die Geburten von Welpen „simulierten“, sowie falscher Mikrochips war die Bande imstande, sich die nötigen, gefälschten Papiere zu beschaffen. Anschließend wurden die „italienisch gemachten“ Junghunde über die normalen Verkaufskanäle oder auch über Annoncen im Netz vermarktet, womit der Betrug perfekt war. Der Endkunde kaufte in der Überzeugung, einen in Italien geborenen Hund erworben zu haben.

ANSA/POLIZIA DI STATO

Die Gewinnspanne der kriminellen Banden war gewaltig. Ein für 50 bis 100 Euro in der Slowakei erworbenes Hundewelpen erzielte in Italien einen Preis von 750 bis 850 Euro. Da die Jungtiere an ihrem Ursprungsort keine nachgeburtliche, gesundheitliche Prophylaxe erhalten hatten, kam es nicht selten vor, dass die Welpen bald nach dem Kauf starben.

ANSA/POLIZIA DI STATO

Aber dank der Ermittlungsarbeit der Polizei und der Staatsanwaltschaft, die zur Festnahme von sechs italienischen und zwei ausländischen Staatsbürgern geführt hatte, konnte das Leiden der Hundewelpen nun beendet werden. Den Festgenommenen werden neben einer langen Reihe verschiedener Vergehen und Straftaten auch die Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Last gelegt.

Von: ka

Kommentare

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8 Kommentare auf "Brutaler illegaler Hundewelpenschmuggel aufgedeckt"


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Wally
Wally
Grünschnabel
27 Tage 12 h

Gott sei Lob und Dank, dass dieser Welpenvertrieb aufgedeckt worden ist!!! Die armen Kleinen!!! Ich hoffe nur, dass auch die Züchter zur Rechenschaft gezogen werden und, dass ihnen das Handwerk gelegt wird!!! Ein totales VERBOT für die Züchter, sonst hört das nie auf!!!

Evi
Evi
Superredner
27 Tage 11 h

Wally das sind KEINE Züchter, das sind Vermehrer, und mitschuldig sind auch die Käufer, die -möglicherweise aus Unwissenheit- dieses Grauen unterstützen!

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
27 Tage 10 h

@Evi

…alerdings

Ein echt erbärmlicher Handel

aristoteles
aristoteles
Superredner
27 Tage 6 h

@Evi, unwissenheit? träum weiter

Sag mal
Sag mal
Kinig
27 Tage 10 h

kauft niemand,hörts auch auf.Dumme Leut Die so was durch Kauf unterstützen.

nikki
nikki
Tratscher
27 Tage 8 h

So long es Abnehmer für solche armen Hunde gibt, werd des nia aufhearen.
Wenn es schun an reirassigen Hund wellts, nor bitte wendet enck an seriöse Züchter.
A großer Teil dieser Welpen überlebt das erste Monat nit, weil sie keine Impfungen haben und weil sie viel zu Früh von der Mama weckkemmen, de als Gebährmaschine mißbraucht werd und wenn sie nimmer konn getötet oder ausgsetzt werd.
und de an solchen Hund kafen mochen sich mitschuldig , daß des Martyrium nia aufheart.

Staenkerer
27 Tage 9 h

orme kloane viechlen!
gott sei donk sein de gauner aufgflogn!
de ghearn a gemeinsom in a kloan kotter zu sperrn, ober longe zeit?

falschauer
falschauer
Superredner
27 Tage 9 h

verabscheuend, menschen ohne gefühl und empathie, so grausam könnten tiere gar nicht sein und das alles nur des geldes wegen, das unwichtigste auf dieser welt

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