Dramatischer Pitbull-Angriff bei Rom

Frau in Italien tötet Pitbull und rettet ihren Ehemann

Donnerstag, 01. Januar 2026 | 07:40 Uhr

Von: idr

Rom/Capena – Ein dramatischer Zwischenfall hat sich in der Nacht auf Mittwoch in Capena, einer Gemeinde nördlich von Rom, ereignet. Ein Mann wurde in den eigenen vier Wänden von seinem Pitbull angegriffen und dabei schwer verletzt. Nur dem entschlossenen Eingreifen seiner Ehefrau ist es zu verdanken, dass der Angriff nicht tödlich endete.

Nach ersten Ermittlungen der Carabinieri soll sich der Vorfall in der Wohnung des Paares ereignet haben. Aus bislang ungeklärter Ursache griff der Hund plötzlich seinen Halter an. Der Mann erlitt dabei mehrere Bissverletzungen und geriet laut Einsatzkräften in eine lebensbedrohliche Situation. Seine Frau griff in der Not zu einem Küchenmesser und stach auf das Tier ein, um den Angriff zu stoppen. Der Pitbull verendete noch am Tatort.

Der Verletzte wurde nach dem Notruf über die Notrufnummer mit einem Rettungswagen und Blaulicht in das Krankenhaus Sant’Andrea in Rom eingeliefert. Sein Zustand wurde als ernst, aber stabil beschrieben; Lebensgefahr bestand nach Angaben der Ärzte nicht.

Die Carabinieri der Station Capena sperrten die Wohnung ab und leiteten Ermittlungen zur genauen Rekonstruktion des Geschehens ein. Das verwendete Messer wurde beschlagnahmt, der Kadaver des Hundes den Veterinärdiensten der ASL Roma 4 übergeben, die unter anderem prüfen sollen, ob gesundheitliche Auffälligkeiten oder andere Faktoren eine Rolle gespielt haben könnten.

Fälle dieser Art sind selten, sorgen aber regelmäßig für große Aufmerksamkeit. Fachleute weisen darauf hin, dass aggressive Vorfälle mit Hunden häufig auf eine Kombination aus Haltungsbedingungen, Stressfaktoren oder gesundheitlichen Problemen zurückzuführen sind – unabhängig von der Rasse. Die Ermittlungen sollen nun klären, was den Angriff ausgelöst hat und ob es zuvor Hinweise auf ein auffälliges Verhalten des Tieres gegeben hatte.

Für die Frau wird das Eingreifen voraussichtlich als Notwehrhandlung gewertet. Die Staatsanwaltschaft wurde über den Vorfall informiert.

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