260 Mutige wagen Neujahrsbad

Gardasee: Gänsehaut nach dem Feuerwerk

Samstag, 03. Januar 2026 | 08:10 Uhr

Von: luk

Bardolino – Mehr als 260 Mutige haben am Neujahrsmorgen 2026 im eisigen Gardasee gebadet. Damit verbunden war die Hoffnung auf ein Jahr voller Glück, Gesundheit und Gelassenheit. Bei Wassertemperaturen zwischen zehn und elf Grad und fast frostiger Luft wagten sie an drei Orten den Sprung ins kalte Wasser: ab 11.00 Uhr in Bardolino, um 12.00 Uhr in Peschiera und am Nachmittag in Brenzone.

In Brenzone wurde zugleich eine der ältesten Neujahrstraditionen des Sees fortgesetzt: Zum 36. Mal fand dort das Neujahrs-Bad statt, das 1989 als Wette unter Freunden begann und nur während der Pandemie pausierte. Diesmal stürzten sich 89 “Eisbader” in den nördlichen Gardasee, begleitet von starkem Ora-Wind und dicht bewölktem Himmel.

Unter den Teilnehmern war erneut der Europaabgeordnete Flavio Tosi, der bereits sein 21. Neujahrsbad in Brenzone absolvierte. Bei der Aktion kamen über 650 Euro zusammen, die zu gleichen Teilen an die Hilfsvereine in Brescia gehen.

Für spektakuläre Bilder sorgte Bardolino, wo der Ruderverein jedes Jahr ein buntes Tauch‑Spektakel im Piratenstil auf die Beine stellt. Trotz vereister Uferpromenade und nur zwei Grad Außentemperatur wurde mit 158 Teilnehmern ein Rekord erreicht. Prämiert wurden unter anderem der jüngste und der älteste Schwimmer, der kreativste Sprung und das originellste Kostüm – gewonnen von einer als “Addams Family” verkleideten Gruppe, während Stammteilnehmer Aleksander Dal Cero wieder im brasilianischen Bade-Outfit Applaus sammelte.

Mit ins Wasser sprangen diesmal auch der Bürgermeister von Bardolino, Daniele Bertasi, mehrere Gemeinderäte, der Bürgermeister von Affi, Marco Sega, die Olympia-Ruderin Clara Guerra sowie Ruder-Weltmeister Catello Amarante. Parallel dazu unterstützte der Lions Club inklusive Ruderprojekte und die Anschaffung eines neuen Ambulanz-Fahrzeugs.

In Peschiera wiederum pflegt seit sieben Jahren eine rund 15-köpfige Gruppe um Vizebürgermeister Filippo Gavazzoni ein spontanes Neujahrsbaden im Canale di Mezzo, an dem heuer auch zwei Urlauber von den Kanarischen Inseln und mehrere Eltern mit ihren Jugendlichen teilnahmen.

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