Drei Polizeibeamte wurden wegen Korruption, Fälschung und Erpressung verhaftet

Geld und Geschenke um Strafmandaten zu entgehen

Freitag, 14. Oktober 2016 | 08:29 Uhr

Palermo – Die Polizei hat drei Beamte der Straßenpolizei von Palermo, die ihren Dienst im westlichen Sizilien versahen, verhaftet. Sie werden der Korruption, Erpressung und Fälschung öffentlicher Dokumente beschuldigt und wurden nach der Verhaftung vom Untersuchungsrichter von Palermo in den Hausarrest überstellt.

Die Ermittlungen kamen durch die Anzeige zweier Unternehmer ins Rollen, die angaben, dass während einer Straßenkontrolle von ihnen Schmiergeld verlangt wurde. Dank der Aussagen der beiden Unternehmer gelang es der Polizei, eine der Straftaten zu rekonstruieren. Als die Streife der Straßenpolizei im Rahmen einer vermeintlichen Routinekontrolle den Lieferwagen der beiden Händler anhielt, sollen die Polizisten einen schweren Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung, der die Beschlagnahme des Fahrzeugs und ein hohes Bußgeld vorsieht, „gefunden“ haben. In Wirklichkeit aber sah das Gesetz für diese Art von Verstoß weder die Beschlagnahme des Lieferwagens noch diese hohe Geldstrafe vor.

Dann, so die Quästur, sollen die Beamten die Unternehmer dazu „überredet“ haben, ihnen ein Bestechungsgeld zukommen zu lassen. Im Gegenzug würden die Beamten, so die Anklage, die harte Strafe annullieren und sie gegen eine kleine Übertretung austauschen. Nachfolgende Ermittlungen brachten ähnliche Fälle ans Licht und weitere Opfer der drei Polizisten und ihrer „Straßenverkehrskontrolle“ entschlossen sich, Anzeige zu erstatten und auszusagen.

In einem anderen Fall sollen die drei Polizisten von einem Fahrzeuglenker „Geschenke“ erhalten haben, weil sie dem Fahrer bescheinigt haben sollen, dass er für seine transportierte Ware eine besondere Fahrerlaubnis besitzt, die er aber in Wahrheit nie erlangt hatte.

 

 

 

Von: ka

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