Verbraucherorganisation hatte Klage eingereicht

Gericht in Rom erklärt Netflix-Preiserhöhungen für unzulässig

Samstag, 04. April 2026 | 10:04 Uhr

Von: fra

Rom – Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat ein Gericht in Rom die Preiserhöhungen der Streaming-Plattform Netflix für unzulässig erklärt, die zwischen 2017 und Januar 2024 angewendet wurden.

Die Klage gegen “Netflix Italia” war von der italienischen Verbraucherorganisation “Movimento Consumatori” eingereicht worden. Als Folge des Urteils muss Netflix die aktuellen Preise entsprechend reduzieren und die Abonnenten erstatten, die in diesem Zeitraum zu viel gezahlt haben. Laut Gerichtsurteil hat ein Premium-Kunde, der seit 2017 ununterbrochen abonniert ist, Anspruch auf eine Rückzahlung von rund 500 Euro, während ein Standard-Kunde etwa 250 Euro zurückerhalten soll.

Darüber hinaus ist Netflix verpflichtet, den Inhalt des Urteils auf der eigenen Website sowie in überregionalen Zeitungen zu veröffentlichen. Außerdem müssen alle betroffenen Konsumenten – einschließlich jener, die ihr Abonnement bereits gekündigt haben – über die Unwirksamkeit der Preiserhöhungen und ihr Recht auf Rückerstattung informiert werden.

Ein Sprecher von Netflix reagierte auf das Urteil und kündigte an: „Wir werden gegen diese Entscheidung Berufung einlegen. Bei Netflix stehen unsere Abonnenten an erster Stelle. Wir nehmen die Rechte der Verbraucher sehr ernst und sind der Ansicht, dass unsere Bedingungen stets den italienischen Vorschriften und Gepflogenheiten entsprochen haben.“

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