Von: Lukas Unterkofler
Rom – Während sich im Norden Italiens derzeit teils heftige Gewitter, Hagel und Starkregen austoben, steht dem Zentrum und Süden des Landes bereits die nächste Hitzewelle bevor. Aus Nordafrika strömt erneut sehr heiße Luft nach Italien. In den kommenden Tagen könnten die Temperaturen regional wieder die Marke von 40 Grad erreichen.
Besonders am Freitag bleibt das Wetter im Norden unbeständig. Von Westen breiten sich Schauer und Gewitter rasch auf weitere Regionen aus. Vor allem in der Lombardei, in der westlichen Emilia-Romagna sowie im Triveneto sind kräftige Gewitter mit Hagel möglich. Auch Starkregen und lokale Unwetter können auftreten.
Bereits am Donnerstag kam es in mehreren Gebieten zu heftigen Gewittern, Hagel und Überschwemmungen. Besonders betroffen war Ligurien, aber auch die lombardischen Voralpen sowie Teile des Trentino und Venetiens. Auch in Südtirol gingen zwei größere Muren ab.
Gewitter ziehen weiter nach Süden
Auch Mittelitalien wird am Freitag zunehmend von der Unwetterlage erfasst. In der Toskana sind bereits am Vormittag kräftige Schauer und Gewitter eingezogen. Im Tagesverlauf breiteten sich die Niederschläge auf Umbrien, die Marken, die Abruzzen und den Norden Sardiniens aus. Auch im Latium besteht örtlich die Gefahr von Starkregen und Gewittern.
Am Abend soll sich die Wetterlage aber allmählich beruhigen. Einzelne Schauer können jedoch vor allem in der nördlichen Toskana und im Grenzgebiet zwischen Toskana und Latium noch anhalten.
Im Süden und auf Sizilien bleibt es dagegen überwiegend sonnig und heiß. Einzelne Gewitter sind lediglich in Teilen Kampaniens, im Norden Apuliens und im Bergland Molises möglich.
Die Temperaturen gehen im Zentrum und Norden deutlich zurück. Im Süden steigen sie dagegen weiter an: In Apulien sind bis zu 39 bis 40 Grad möglich, in der Basilikata, Kalabrien sowie im Landesinneren Sardiniens und Siziliens werden bis zu 37 bis 38 Grad erwartet, berichtet Tempo Italia.
Wochenende bringt nur kurze Entspannung
Am Samstag bleibt das Wetter im Norden zunächst wechselhaft. Entlang der Alpen und Voralpen sowie in den nördlichen Ebenen sind Regen und Gewitter möglich. Erst am späten Nachmittag zeichnet sich eine Besserung ab.
In Mittel- und Süditalien hält die Hitze dagegen an. Zwar können am Vormittag in Teilen der Toskana, des Latiums und Kampaniens noch einzelne Schauer auftreten, insgesamt bleibt es aber sehr warm bis heiß. Auch Sardinien und Sizilien bleiben unter dem Einfluss der heißen Luftmassen.
Neue Hitzephase ab kommender Woche
Ab Sonntag zeichnet sich eine deutliche Zweiteilung des Wetters ab. Im Norden bleibt es vor allem in den Alpen und Voralpen gewitteranfällig. Gleichzeitig setzt sich in Mittel- und Süditalien die Hitzewelle fort.
Am Montag können sich die Gewitter in den Alpen und Voralpen erneut verstärken. In Mittel- und Süditalien dominiert hingegen weiterhin sonniges und heißes Wetter.
Für Dienstag werden erneut Gewitter erwartet, die sich von den Alpen und Voralpen in Richtung Triveneto, Emilia-Romagna sowie Toskana, Umbrien und Marken ausbreiten können. Danach beruhigt sich die Lage zunächst wieder.
Ab Mittwoch könnte die Hitze jedoch deutlich zulegen. Meteorologen erwarten einen weiteren Vorstoß sehr heißer Luft aus Nordafrika. Besonders Mittel- und Süditalien, Sardinien und Sizilien könnten davon betroffen sein. Auch im Norden dürften die Temperaturen wieder steigen.
Dabei sind erneut Temperaturwerte deutlich über dem für Ende August üblichen Niveau möglich. Gleichzeitig steigt landesweit die Gefahr von sogenannten tropischen Nächten, in denen die Temperaturen auch nachts nicht ausreichend zurückgehen.
Für Italien zeichnet sich damit in den kommenden Tagen ein Wetterwechsel zwischen Unwettern im Norden und extremer Hitze im Süden ab.




Aktuell sind 2 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen