Zukunft könnte Neapel mit Berlin verbinden

Italo-Bahn testet “Superspeed”-Zug über Tirol nach München

Mittwoch, 25. März 2026 | 15:05 Uhr

Von: apa

Die italienischen Staatsbahnen wollen ihr Hochgeschwindigkeitsnetz über den Brenner in Richtung Norden ausbauen. Die Tochter der italienischen Staatsbahnen FS (Ferrovie dello Stato), Trenitalia, startete Tests für neue Verbindungen des Hochgeschwindigkeitszuges Frecciarossa nach Österreich und Deutschland, berichtete das Fachportal Travelmole. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und den ÖBB.

Geplant sind direkte Verbindungen von Mailand und Rom nach München mit bis zu vier täglichen Fahrten. Die Strecke Mailand-München soll rund sechseinhalb Stunden dauern und unter anderem über Brescia, Verona, Trient, Bozen und Innsbruck führen. Für die Verbindung Rom-München wird eine Fahrzeit von etwa achteinhalb Stunden erwartet, mit Stopps unter anderem in Florenz, Bologna und Verona.

Superspeed-Züge des Typs Frecciarossa 1000 sollen eingesetzt werden

Zum Einsatz sollen “Superspeed”-Züge des Typs Frecciarossa 1000 kommen. Das Vorhaben ist Teil des Projekts “EuroLink”, das durchgehende Bahnverbindungen zwischen Italien und Mitteleuropa schaffen soll. Nach dem Markteintritt in Frankreich und Spanien will die italienische Staatsbahn damit ihre Position im liberalisierten europäischen Bahnmarkt weiter stärken.

Zukunft könnte Neapel mit Berlin verbinden

Langfristig plant Trenitalia eine Ausweitung der Verbindungen über München hinaus. Bis 2028 könnte das Netz bis nach Berlin reichen und auch Neapel einbinden. Die Expansion folgt den Zielen der Europäischen Union, den Verkehr stärker von der Straße und dem Flugzeug auf die Schiene zu verlagern. Die neuen Angebote sollen insbesondere auf inneralpinen Strecken eine umweltfreundliche Alternative zum Flugverkehr bieten. Bei planmäßigem Verlauf könnten die ersten Verbindungen Ende 2026 oder Anfang 2027 starten.

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