55-Jähriger kassierte Pensionen der Toten – VIDEO

Makaber: Leichen der Mutter und des Onkels im Holzschuppen versteckt

Freitag, 17. Mai 2019 | 08:05 Uhr

Ca’ Morosini di Sant’Urbano – In Ca’ Morosini di Sant’Urbano, einer Fraktion der Gemeinde Sant’Urbano in Venetien, machten die Carabinieri eine unglaubliche und zugleich makabere Entdeckung. Um weiterhin ihre Pensionen kassieren zu können, hatte der 55-jährige Federico Bernardinello es vermieden, ihr Ableben den zuständigen Behörden zu melden, und hatte seine verstorbene Mutter und seinen toten Onkel im Holzschuppen neben dem Haus versteckt.

Der makabere Betrug der unrechtmäßig kassierten Pensionen flog auf, als einem Bankangestellten einige Merkwürdigkeiten auffielen. Als Federico Bernardinello sich zur Bank begab, um auf dem Konto, das er sich mit seiner Mutter teilte, einige Transaktionen durchzuführen, wurde er vom Direktor der Bankfiliale darauf hingewiesen, dass er dazu eine Bescheinigung der Gemeinde benötige. Als der 55-Jährige zum Erhalt der notwendigen Dokumente die Gemeindeämter aufsuchte, kamen auch dort die Beamten zur Ansicht, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmte. In der Gemeinde und in der Bank wurde man auch stutzig, weil im Dorf erste Gerüchte über den Verbleib der Mutter und des Onkels des Mannes, die seit Monaten und Jahren nicht mehr gesehen worden waren, die Runde machten.

Der Gemeindebeamte des Einwohnermeldeamtes sprach Federico Bernardinello direkt darauf an. „Ist Zuhause alles in Ordnung? Wie geht es deiner Mutter und deinem Onkel?“, so der Beamte zum 55-Jährigen. Bernardinello gab vor, dass seine Mutter und sein Onkel im Krankenhaus seien, aber damit konnte er den Gemeindebeamten, der verstanden hatte, dass an dieser Geschichte etwas nicht stimmen konnte, nicht mehr überzeugen. Nachdem Federico Bernardinello das Gemeindehaus verlassen hatte, verständigte er die Carabinieri.

 

Gemeinsam mit ihren Kollegen von Este und Padua fuhren die Carabinieribeamten von Sant’Urbano am Mittwochnachmittag zum Haus des 55-Jährigen, das sich weit vom Dorf entfernt mitten zwischen den Feldern in der Nähe der Etsch befindet. Als die Carabinieri die beiden alten Leute nicht im Haus antrafen, kam ihnen ein makaberer Verdacht. Nachdem sie das ganze Haus durchsucht hatten, nahmen die Carabinieri den neben dem Wohngebäude stehenden Holzschuppen näher in Augenschein. Dort machten sie eine grausige Entdeckung. Die Leiche der vor rund einem halben Jahr im Alter von 88 Jahren verstorbenen Nerina Battistella war in Cellophanfolie eingewickelt, während die Knochen ihres im Jahr 2016 87-jährig verstorbenen Bruders Italo in einer Schublade versteckt waren.

Federico Bernardinello wurde wegen Verbergens einer Leiche und wegen erschwerten Betrugs festgenommen und zum Verhör in die Carabinierikaserne gebracht. Den Carabinieribeamten gestand der 55-Jährige, dass er den Tod seiner Mutter und seines Onkels nicht gemeldet hatte, um weiterhin ihre Pension kassieren zu können. In der Zwischenzeit wurde vonseiten der Staatsanwaltschaft eine Autopsie der sterblichen Überreste der beiden angeblich eines natürlichen Todes gestorbenen, alten Leute angeordnet. Bis spät in die Nacht hinein waren Spezialisten der Beweissicherung damit beschäftigt, im Haus und im Schuppen alle möglichen Spuren des Verbrechens sicherzustellen.

Carabinieri Padova

Der Ort selbst steht unter Schock. Federico Bernardinello galt im Dorf als „komischer Kauz“, der praktisch keine Freunde hatte und zusammen mit seiner Mutter und seinem Onkel sehr zurückgezogen lebte. Der Pfarrer von Sant’Urbano nannte es ein schlechtes Zeichen, wenn in einer kleinen Gemeinde wie Sant’Urbano das Verschwinden von zwei älteren Mitbürgern über Monate und Jahre nicht weiter auffalle.

Von: ka

Kommentare

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7 Kommentare auf "Makaber: Leichen der Mutter und des Onkels im Holzschuppen versteckt"


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Evi
Evi
Superredner
8 Tage 10 h

Der Pfarrer hat recht. Sehr traurig!

Staenkerer
8 Tage 9 h

jo, do hot der pforrer recht! traurig und beschämend, ober leider überoll möglich!

falschauer
falschauer
Universalgelehrter
8 Tage 9 h

wie einsam muss man wohl sein, wenn man niemanden abgeht, sehr traurig

Nickname97
Nickname97
Grünschnabel
8 Tage 9 h

Unglauchlich und zur gleichen Zeit Traurig

oli.
oli.
Kinig
8 Tage 9 h

Traurig das in der heutigen Zeit keiner was meldet oder mal nachschaut ob alles in Ordnung ist. In kleine Dörfer wo jeden jeden kennt seit vielen Jahren , in der Stadt im Wohnblock kann man es noch verstehen , da viele bei der Arbeit sind .

oli.
oli.
Kinig
8 Tage 9 h

Dachte immer nur die Griechen kassieren Rente von Verstorbenen !

Sag mal
Sag mal
Kinig
8 Tage 5 h

unverschämt,skruppellos u.würdelos.Ts…ts.

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