32-Jähriger war der Hündin auf einen Felsvorsprung gefolgt

Monte Verena: Bergwanderer und die Hündin Ragù gerettet

Sonntag, 01. März 2026 | 08:19 Uhr

Von: ka

Roana – Am vergangenen Sonntag war der Aussichtsberg Monte Verena auf dem Hochplateau der Sieben Gemeinden in Venetien Schauplatz einer dramatischen Rettungsaktion.

Ein 32-jähriger Bergwanderer aus Vicenza saß auf einem Felsvorsprung fest, nachdem er versucht hatte, seine Hündin einzufangen, die während der Wanderung weggelaufen war. Gegen 16.00 Uhr wurde Alarm ausgelöst, als die in einem nahen Skigebiet als Pistenrettung eingesetzten Carabinieri die Notrufzentrale verständigten, die wiederum die Bergrettung der Sieben Gemeinden alarmierte. Die Rettungsaktion war aufwendig, nahm aber sowohl für die Hündin als auch für den Mann einen glücklichen Ausgang.

Facebook/Soccorso Alpino e Speleologico Veneto – CNSAS

Während sie mit Ragù, einer australischen Schäferhündin, spazieren gingen, riss sich das Tier von der Leine los, um Alpenkrähen zu jagen, stürzte dabei jedoch einen Abhang hinunter. Der 32-jährige Wanderer aus Montegalda bei Vicenza folgte ihr bis zum Rand eines Felsvorsprungs. Dort geriet er jedoch selbst in Bergnot. Da er nicht mehr weiter wusste und die Hündin nicht mehr sehen konnte, alarmierte der Mann die Rettungskräfte.

Facebook/Soccorso Alpino e Speleologico Veneto – CNSAS

Ein Team aus zehn Bergrettern begab sich zusammen mit den Carabinieri zum Ort des Geschehens. Die Rettungsaktion, die bei einbrechender Dunkelheit und in der Nacht stattfand, erwies sich als aufwendig und nicht ganz ungefährlich. Als sie senkrecht über dem 32-Jährigen ankamen, seilten sich die Retter etwa achtzig Meter ab, sicherten ihn und hoben ihn nach oben. Dann beugten sie sich vor, um nach der Hündin Ragù zu suchen. Sie war nicht zu sehen, bis sie zu bellen begann. Sie war unverletzt und befand sich viel weiter unten. Sie stand auf einer kleinen Terrasse und war halb vom Schnee bedeckt.

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Die Rettungskräfte – darunter auch der Leiter der Hundestaffel der Einsatzstelle – versuchten, sich der Hündin von der Seite zu nähern, was jedoch nicht gelang. Sie begaben sich erneut senkrecht über sie, richteten einen Abseilstandplatz ein und stiegen dann hundert Meter hinab. Als sie bei der Hündin angekommen waren, banden sie sie fest und brachten sie mit Seilmanövern wieder bergauf, um sie ihren überglücklichen Besitzern zurückzugeben.

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