110.000 Aufenthalte weniger

Olympiasaison belastet Bormio: Starke Einnahmerückgänge

Donnerstag, 16. April 2026 | 07:09 Uhr

Von: luk

Bormio – Die Wintersaison im lombardischen Skiort Bormio ist trotz der internationalen Aufmerksamkeit durch die Olympischen Spiele wirtschaftlich deutlich negativ ausgefallen. Nach Angaben der Betreiber wurden rund 110.000 weniger Aufenthalte verzeichnet als im Vorjahr, die Einnahmen sind “stark eingebrochen”.

Das bestätigte Valeriano Giacomelli, Geschäftsführer der SIB – Società impianti Bormio, in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung “Il Giorno”. Die Wintersaison endete erst vor wenigen Tagen und stand ganz im Zeichen der olympischen Wettkämpfe, für die Bormio als einer der Austragungsorte diente.

Zwar habe die Veranstaltung dem Ort große mediale Sichtbarkeit gebracht, wirtschaftlich sei die Bilanz jedoch nicht so rosig. “Wir hatten einen deutlichen Rückgang”, erklärte Giacomelli. Ein Grund dafür sei gewesen, dass die Anlagen während der Spiele für Athleten und Teammitglieder offengehalten werden mussten, wodurch der reguläre Tourismus eingeschränkt wurde.

Hinzu kamen hohe Kosten, insbesondere für die technische Beschneiung. Gleichzeitig gingen die Einnahmen der Liftbetreiber deutlich zurück.

Insgesamt liegt die Zahl der Aufenthalte laut SIB in dieser Saison um rund 110.000 unter dem Vorjahreswert – ein Rückgang, den Giacomelli als “schweren Verlust” bezeichnet. Nun hoffe man, diesen in den kommenden Jahren wieder ausgleichen zu können.

Trotz der aktuellen Einbußen blickt man in Bormio nach vorne: Die durch die Olympischen Spiele gewonnene internationale Aufmerksamkeit soll künftig mehr Gäste anziehen. Als langfristiges Ziel nennt Giacomelli zudem die Schaffung eines gemeinsamen Skigebiets in der Alta Valtellina, das perspektivisch auch Livigno einbeziehen könnte.

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