Von: APA/dpa
TV-Moderator Markus Lanz hat über eigene Selbstzweifel und frühere Minderwertigkeitsgefühle gesprochen. Er habe als Kind früh hart arbeiten müssen, etwa auf Erdäpfelfeldern und in Hotels als Tellerwäscher, sagte Lanz in einem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch dem “Stern”. “Und dabei habe ich ständig von Leuten gesagt bekommen, was ich zu tun habe. Das war üble Kinderarbeit und hat mich sehr geprägt.” Er habe da rausgewollt, dies sei sein Antrieb gewesen.
“Rumgeschubst zu werden, ist ein Minderwertigkeitskomplex, den viele arme Leuten haben. Und es war auch mein Minderwertigkeitskomplex”, sagte der Moderator. Heute führe er ein selbstbestimmtes Leben. Das sei das Beste, was man erreichen könne. Lanz wuchs in Südtirol in Italien auf. “Nicht gut genug, nicht schnell genug, nicht schlau genug”, seien Gedanken, die ihn bis heute begleiteten, sagte der 57-Jährige in dem Interview über seine Selbstzweifel.
“Aber vielleicht hat es genau deshalb mit mir und Deutschland so gut gepasst: immer zweifeln, immer hinterfragen”, so Lanz. Das werde oft als Makel beklagt, aber er glaube, “dass es genau der Zweifel war, der Wunsch, es immer noch ein bisschen besser zu machen, der dieses Land so erfolgreich gemacht hat.”




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