Von: mk
Trient – Ein gravierender Betrugsfall bei der Sicherung des Brandschutzes beschäftigt die Justiz in Trient: Die Finanzpolizei hat aufgrund eines Vollstreckungsbefehls der Staatsanwaltschaft bei dem Inhaber eines Fachbetriebs für Feuerlöscherwartung Vermögenswerte in Höhe von knapp 178.000 Euro vorsorglich beschlagnahmt. Dem Unternehmer wird schwerer Betrug zum Nachteil öffentlicher Einrichtungen vorgeworfen.
Nach Erkenntnissen der Ermittler soll der Betrieb jahrelang öffentliche Auftraggeber getäuscht haben. Statt bei den vorgeschriebenen Wartungen altes Löschpulver fachgerecht zu entsorgen und durch neues zu ersetzen, wurde das verbrauchte Pulver einfach wieder in die Zylinder eingefüllt.
Um das Betrugssystem effizient umzusetzen, soll der Firmeninhaber seine Mitarbeiter angewiesen haben, eine spezielle Vorrichtung auf den Einsatzfahrzeugen zu nutzen. Damit konnten die Löscher direkt beim Kunden entleert und mit demselben Altpulver neu befüllt werden.
Der Schwindel flog nach einer Anzeige und anschließenden Finanzprüfungen auf. Den Beamten fiel auf, dass die von der Firma eingekauften Mengen an neuem Löschpulver in keinem Verhältnis zu den Tausenden angegebenen Wartungseinsätzen standen.
Eine Durchsuchung des Firmensitzes bestätigte den Verdacht: Es gab weder Vorräte an neuem Material noch Nachweise über die gesetzlich vorgeschriebene Entsorgung des Altpulvers.
Die Ermittlungen erstrecken sich auf den Zeitraum von 2019 bis 2025, in dem die Firma zahlreiche öffentliche Ausschreibungen gewonnen hatte. Der durch die Scheinwartungen entstandene Schaden für die öffentliche Hand wird auf rund 178.000 Euro beziffert – exakt die Summe, die nun per Gerichtsverfahren sichergestellt wurde.




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