„Ein guter Politiker ist auch ein Märtyrer“

Papst Franziskus appelliert gegen stumpfe Politikverdrossenheit

Sonntag, 01. Oktober 2017 | 10:27 Uhr

Cesena – Papst Franziskus hat bei einem Besuch in der Adria-Stadt Cesena am Sonntag laut Medienberichten einen Appell gegen die Korruption und für eine gesunde Politik gerichtet. „Ein guter Politiker ist auch ein Märtyrer“, sprach das Kirchenoberhaupt zur Menge. Der Besuch zählt die vierte inneritalienische Reise des Papstes in diesem Jahr und die sechzehnte seit seinem Amtsantritt.

Politik dürfe nicht im Dienst von Machtgruppen oder individueller Ambitionen stehen, sondern müsse verantwortungsbewusst, mutig und umsichtig zugleich sein. “Ziel der Politik ist die Integration, niemand darf am Rande der Gesellschaft zurück gelassen werden”, so der Papst. Ebenso müsse die Politik auch Solidarität unter den Generationen fördern. Korruption bezeichnete Franziskus als eine “Plage, die das Wachstum der Gesellschaft bremst. Ein guter Politiker hat ein Kreuz zu tragen. Er muss oft auf seine eigenen Ideen verzichten, um Initiativen anderer zu unterstützen.”

Nicht ständig Politiker kritisieren und selbst nichts tun

Ein guter Politiker sei dem Papst zufolge wie Jesus ein „Märtyrer“. Er kritisierte gleichzeitig diejenigen, die sich politisch nicht engagieren und ständig Politiker kritisieren. „Wenn Kritik nicht konstruktiv ist, ist sie schädlich. Wer nur kritisiert, baut nichts auf“, so der Papst in seiner Ansprache auf der zentralen Piazza del Popolo in Cesena, wo tausende Menschen auf ihn warteten.

Im Anschluss reist der Papst nach Bologna weiter, wo Begegnungen mit Migranten, Arbeitslosen und Vertretern von genossenschaftlichen Unternehmen sowie mit Studenten und Professoren der traditionsreichen Universitätsstadt auf dem Programm stehen. Außerdem will Franziskus Überlebende des linksextremistischen Bombenanschlags von 1980 treffen, bei dem 85 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt wurden. Zum Abschluss seines Besuchs feiert der Heilige Vater eine große Messe im Stadion des Fußballklubs FC Bologna.

Von: mho

Kommentare

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15 Kommentare auf "Papst Franziskus appelliert gegen stumpfe Politikverdrossenheit"


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PuggaNagga
PuggaNagga
Superredner
15 Tage 19 h

Also gibt es aktuell keinen einzigen guten Politiker. Die arbeiten alle nur für die eigenen und die Interessen ihrer „Sponsoren“.

Tabernakel
15 Tage 17 h

Es gibt nur einen einzigen guten Papst.

PuggaNagga
PuggaNagga
Superredner
15 Tage 11 h

Stell dir vor es gibt überhaupt und weltweit nur einen einzigen Papst. So wie es nur einen einzigen Taberlaggl gibt, nur ist das kein Amt, Titel oder sonst was, wenn eher das Gegenteil.

Tabernakel
15 Tage 8 h

@PuggaNagga
Da bist Du schon wieder nicht informiert.

typisch
typisch
Tratscher
15 Tage 7 h

@Tabernakel
zum glück bist du allwissend

Tabernakel
15 Tage 7 h

@typisch
Was siehst Du?

PuggaNagga
PuggaNagga
Superredner
15 Tage 2 h

@Laberlaggl
Deinen Namen machst du alle Ehre.
Einer von den weißen Männern ist der alte Papst der sein Amt niedergelegt hat. Ex-Papst könnte man sagen.
So viele informationen zur selben Zeit, gehen in deine graue Masse im Kopf etwa nicht hinein.

krakatau
krakatau
Superredner
15 Tage 18 h

Ein guter Politiker auch ein Märtyrer ? Märtyrer von was ? Dass er vom Geld das er dem Steuerzahler enteignet erschlagen wird ?

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
15 Tage 16 h

sein Thema wäre: abgestumpfte Vatikanverdrossenheit . . .

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
15 Tage 18 h

er sollte doch gegen die “stumpfe- Vatikanverdrossenheit” appelieren– das ist sein Bereich

So ist das
So ist das
Superredner
15 Tage 16 h

“Ein guter Politiker ist auch ein Märtyrer“

Wenn man die Politiker hier im Lande oder weltweit betrachtet, muss man wohl annehmen, dass ein Märtyrer nie in die Politik geht.

Zivi
Zivi
Grünschnabel
15 Tage 14 h

Im Umkehrschluss will der Papst uns sagen, dass er ein guter Politiker ist, weil er einmal im Jahr das Kreuz trägt. Täusche ich mich, oder sind Staat und Religion voneinander zu trennen? 

Giorgia
Giorgia
Grünschnabel
14 Tage 22 h

Was dieser Senior von sich gibt, ist purer Hohn! Wie schaut’s denn etwa mit der Vatikan- bzw. Papstverdrossenheit aus?

nikolaus
nikolaus
Tratscher
14 Tage 10 h

Und ihr wollt dann immer das abendland verdeitigen das christentum! Und kritisiert immer unseren papst!

Waltraud
Waltraud
Grünschnabel
13 Tage 20 h

@nikolaus
um etwas zu verteidigen, muss man nicht alles hinnehmen, wie es ist. Wer ein großes Amt innehat, muss auch mit Kritik umgehen können und darf selber nicht nur kritisieren. Sowas nennt man Demokratie.

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