Von: idr
Cadore – Am Sonntag kurz nach Mitternacht erleuchtete ein spektakuläres Schauspiel die Dolomiten: Rote Polarlichter zeichneten sich über den Marmarole-Gipfeln ab. Alessandra Masi, eine renommierte Astrofotografin aus Pieve di Cadore, hielt den magischen Moment fest.
„Die Aurora erschien nur für wenige Minuten über dem Marmarole-Massiv“, berichtet Masi gegenüber ANSA. „Diese kurze Erscheinung war absolut faszinierend.“ Die Marmarole gehören zum UNESCO-Welterbe und bilden das Herzstück von Cadore in der Provinz Belluno.
Die rote Färbung entsteht durch die Wechselwirkung geladener Sonnenteilchen mit der oberen Atmosphäre. Unser Zentralgestirn durchläuft derzeit Zyklus 25, eine Phase erhöhter Aktivität mit häufigen Eruptionen und koronalen Massenauswürfen. Treffen diese Teilchen auf das Erdmagnetfeld, entstehen normalerweise Polarlichter in Polnähe. Doch bei besonders intensiven Emissionen leuchtet der Himmel auch in südlicheren Breiten – so wie gestern über den Dolomiten.
Das All tat es Masi schon immer an
Masi ist keine Unbekannte in der Astrofotografie-Szene. Ihre Werke wurden bereits mehrfach von der NASA als „Astronomy Picture of the Day“ ausgewählt – eine Auszeichnung, die nur außergewöhnlichen Aufnahmen zuteilwird. Bereits im Januar 2025 fotografierte sie ein ähnliches Phänomen: ein Polarlicht kombiniert mit einem SAR-Bogen, einer leuchtenden Struktur durch ringförmige Erdströme.
Wer das Spektakel verpasst hat, kann sich entweder an den Bildern von Masi erfreuen oder muss Daumen drücken: Bei anhaltend hoher Sonnenaktivität könnten solche Ereignisse bald wieder auftreten. Wenn die Nächte klar genug sind, könnten die Chancen gut stehen, sie in den kommenden Tagen erneut zu sehen.




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