46-Jähriger stirbt bei tödlichem Arbeitsunfall auf dem Gardasee

Schwimmplattform kentert vor Malcesine

Dienstag, 03. November 2026 | 20:56 Uhr

Von: Martin Geier

Malcesine – Am Dienstagnachmittag ereignete sich gegen 14:40 Uhr auf dem Gardasee ein schwerer Arbeitsunfall, bei dem ein Mann ums Leben kam. Das Unglück geschah auf der veronesischen Seite des Sees, in der Nähe eines beliebten Landeplatzes für Gleitschirmflieger bei Malcesine. Eine Schwimmplattform, die für den Transport von schweren Baumaschinen eingesetzt wurde, kenterte aus bislang ungeklärter Ursache und riss drei Arbeiter sowie die geladene Fracht mit in die Tiefe.

X/Vigili del Fuoco

Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich drei Bauarbeiter auf der Plattform, um Instandsetzungsarbeiten entlang des Ufers durchzuführen. Auf der Schwimmplattform wurden zwei Bagger transportiert. Als das Wasserfahrzeug plötzlich kippte, stürzten alle drei Männer in den See. Ein 46-jähriger Arbeiter aus der Provinz Verona wurde dabei vermutlich von einer der herabstürzenden Baumaschinen getroffen und unter Wasser eingeklemmt. Er erlitt dadurch schwerste Verletzungen. Seine beiden Kollegen stürzten ebenfalls ins Wasser, konnten sich jedoch mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen selbst retten.

Unmittelbar nach dem Vorfall leiteten die Notrufdienste einen umfangreichen Rettungseinsatz ein. Der Notfalldienst Suem 118 war rasch mit mehreren Rettungswagen sowie einem Notarzthubschrauber vor Ort. Nachdem der Mann aus dem Wasser geborgen und dem medizinischen Personal übergeben worden war, leiteten die Einsatzkräfte sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Doch der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

X/Vigili del Fuoco

An den Rettungs- und Ermittlungsarbeiten waren zahlreiche Kräfte beteiligt. Die Feuerwehr, darunter Einheiten aus Bardolino und Verona, sowie spezialisierte Einsatztaucher. Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle, führten Bergungsarbeiten durch und untersuchten den Bereich unter Wasser. Die Küstenwache und die Carabinieri unterstützten die Logistik und nahmen erste Unfallerhebungen vor. Zudem haben die Arbeitsschutzinspektoren der Spisal (Ulss 9 Scaligera) die offiziellen technischen Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Ursachen des Kenterns zu klären und zu prüfen, ob sämtliche Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.

 

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