Schießerei fordert einen Toten und zwei Schwerverletzte – VIDEO

Tödliche Kugeln: Nachbarschaftsstreit endet in Tragödie

Sonntag, 15. April 2018 | 08:03 Uhr

Follonica – In Follonica, einem Badeort in der südlichen Toskana, forderte ein blutiger Nachbarschaftsstreit einen Toten und zwei Schwerverletzte.

Es war Freitagnachmittag, als ein Mann, der 29-jährige Raffaele Papa, mit seinem Scooter vor dem Hotel Stella vorfuhr und laut nach dem Inhaber des Hotels, dem 42-jährigen Salvatore De Simone, verlangte. Als dieser zusammen mit seinem Bruder Massimiliano vor dem Eingang des Hotel Stella erschien, zog Raffaele Papa eine Waffe und begann wie von Sinnen mitten auf der belebten Straße auf die beiden Brüder zu schießen. Tödlich getroffen brach Salvatore De Simone noch auf dem Gehsteig zusammen. Sein Bruder, der verzweifelt versucht hatte, sich vor seinen Bruder zu stellen und dem 29-jährigen Mörder die Waffe zu entreißen, erlitt schwerste Schussverletzungen. Eine vollkommen unbeteiligte Frau, die 55-jährige Apothekerin Paola Martinozzi, welche zufällig zum Zeitpunkt der Schüsse auf der Promenade vor dem Hotel unterwegs war, wurde ebenfalls von einer Kugel getroffen und schwer verletzt. Raffaele Papa hingegen suchte mit seinem Scooter das Weite. Kurze Zeit später gelang es aber den Carabinieri, ihn zu stellen. Ohne Widerstand zu leisten, ließ er sich von den Carabinieribeamten festzunehmen und abführen.

Facebook/Albergo Stella & Maida

Die kurz darauf am Tatort eingetroffenen Rettungskräfte konnten nur mehr den Tod des 42-jährigen Hotelinhabers feststellen. Beide Schwerverletzten wurden erstversorgt und mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Siena geflogen.

Die tragische Bilanz des Amoklaufs hätte aber weit größer sein können. Viele Menschen, darunter auch Familien mit Kindern, die am Freitagnachmittag auf der Promenade spazierten, flohen in Panik von der Straße und brachten sich in den Geschäften und Hotels der Umgebung in Sicherheit.

Alle Hintergründe des Amoklaufs des 29-Jährigen sind noch nicht bekannt. Ersten Mutmaßungen zufolge gab es zwischen Raffaele Papa, der im gleichen Gebäude, in dem sich auch das Hotel Stella befindet, ein Grillrestaurant betreibt, und dem Getöteten immer öfter Streit. Beim letzten Zusammenstoß ging es angeblich um Wasser, das von einem Balkon des Hotels auf den Gehsteig vor dem Grillrestaurant geronnen war.

In Follonica war am Tag nach der Mordtat der Schock groß. Ungläubig fragen sich die Bürger, warum ein an sich banaler Nachbarschaftsstreit dermaßen tödlich eskalieren konnte.

„Ich lade meine Mitbürger dazu ein, nicht nur diese unglaubliche Gewalttat zu verurteilen, sondern auch die Werte, die uns als Gemeinschaft zusammenhalten und die heute geschändet wurden, zu erneuern“, so der Bürgermeister von Follonica, Andrea Benini.

Von: ka

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

7 Kommentare auf "Tödliche Kugeln: Nachbarschaftsstreit endet in Tragödie"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Mutti
Mutti
Superredner
5 Tage 9 h

Es muass net olm ols mit gewolt gelöst werden,reden und diskutieren war besser

Leonor
Leonor
Tratscher
5 Tage 7 h

An alle minusdrücker, ihr toleriert mit dem Gewalt mit Schussgewehr? Ich verstehe euch nicht mehr!

Leonor
Leonor
Tratscher
5 Tage 6 h

Und später mit dem Toten auf dem Gewissen, das ist kein feines Gefühl mehr,sondern ein lebenslanges Gewissensbisse zu kämpfen haben! Ist euch überhaupt klar gewesen?

lord schnee
lord schnee
Tratscher
5 Tage 2 h

@Leonor wenn man diese minusdrücker ernst nehmen würde, dann wären sie die stimmung, die derzeit zu herrschen beginnt, auf alles übertragbar, an allen anwendbar und von allen ausführbar. wenn man sie nicht so ernst nimmt, dann wollen sie einfach keine mutti😁. das wär aber auch irgendwie intressant: 3 bis 4jährige, die noch nicht verstanden haben, dass sie schon erwachsen sind. mein dritter vorschlag: mutti hätte behaupten müssen, dass der mörder selbst erschossen werden müsste und zwar so langsam wie möglich. dann, nach meiner erfahrung in diesem chat, hätte sie 👍👍👍hoch zwei geerntet.

Orschgeige
Orschgeige
Tratscher
5 Tage 8 h

Zwerenz’s Kurzgeschiche: “Nicht alles gefallen lassen”, ist wahr geworden.

real1st
real1st
Tratscher
5 Tage 3 h

wäre der Täter ein Ausländer würde ich sagen ausweisen, da sich das schwierig gestalten könnte wäre ich für eine angemessene Unterbringung mit Zwangsarbeit, ich sehe nicht ein wiso immer die Allgemeinheit für das Fehlverhalten einzelner zur Verantwortung gezogen wird, es entstanden Kosten für den Polizeieinsatz, die Sanitäter,… also sollte der Herr Papa für diese Kosten auch gerade stehen und wenn das bedeutet 30 Jahre Zwangsarbeit im Steinbruch hällt sich mein Mitleid dennoch in Grenzen. Strafe kommt vom deutschen Wort Strafe und bedeutet Bestrafung

lord schnee
lord schnee
Tratscher
4 Tage 20 h

ach ja die hab ich ganz vergessen die gute alte mittelalterliche zwangsarbeit.

wpDiscuz