41-Jährige erleidet schwerste Verbrennungen – VIDEO

Tragödie: Auto der ehemaligen Lebensgefährtin gerammt und angezündet

Dienstag, 05. Februar 2019 | 07:04 Uhr

Vercelli – Trotz verschärfter Gesetze reißt die Serie von Gewalttaten gegen Frauen nicht ab. Nachdem er nach einem heftigen Streit das Auto seiner ehemaligen Lebensgefährtin gerammt hatte, zündete ein 50-jähriger Mann das Fahrzeug, in dem sich immer noch die 41-jährige Frau befand, an. Simona Rocca, die nur mit knapper Not dem Tod in den Flammen entkommen war, wurde mit schwersten Verbrennungen in das Krankenhaus von Turin eingeliefert.

ANSA/ ROBERTO MAGGIO

Schauplatz der schrecklichen Tragödie war der Parkplatz vor dem Einkaufszentrum Carrefour der piemontesischen Kleinstadt Vercelli. Es war am Montagmorgen gegen 10.00 Uhr, als die 41-jährige Simona Rocca, die im Bekleidungsgeschäft Oviesse als Verkäuferin arbeitet, ihr Fahrzeug auf dem Parkplatz vor ihrem Arbeitsplatz abstellen wollte. Allerdings wurde sie dort – so die Vermutung der Ermittler – bereits von ihrem früheren Lebensgefährten, dem 50-jährigen, ehemaligen Wachmann Mario D’Uonno, erwartet. Laut einer ersten Rekonstruktion des Tathergangs rammte der 50-Jährige mit seinem Auto den Kleinwagen der Marke Lancia von Simona Rocca. Nachdem die 41-Jährige aus ihrem Auto gestiegen war – so erste Erkenntnisse der Ermittler – schlug D’Uonno auf seine ehemalige Lebensgefährtin ein. Daraufhin schüttete er eine brennbare Flüssigkeit in ihren Wagen und zündete den Lancia an. Innerhalb von Sekundenbruchteilen wurde Simona Rocca von den Flammen erfasst. Nur mit knapper Not entkam die Frau dem Tod in den Flammen. Die 41-Jährige wurde von herbeigerufenen Rettungskräften erstversorgt und mit schwersten Verletzungen in das Krankenhaus von Vercelli eingeliefert. Aufgrund der Schwere der Verletzungen – Simona Rocca hatte beim Brandanschlag schwere Verbrennungen im Gesicht, am Hals, auf dem Rücken und auf der Rückseite der Beine erlitten – beschlossen die Ärzte, die 41-Jährige in das Krankenhaus von Turin zu verlegen.

ANSA/ ROBERTO MAGGIO

Mario D’Uonno hingegen, der in einem ersten Moment die Flucht ergriffen hatte, stellte sich später in der Quästur der Nachbarstadt Novara der Polizei. Der ehemalige Wachmann ist für die Ordnungskräfte kein Unbekannter. D’Uonno, der sich offenbar nie mit dem Ende der Beziehung abfinden konnte, war bereits in der Vergangenheit von Simona Rocca wegen Stalkings angezeigt worden. Aufgrund einer richterlichen Verordnung war dem 50-Jährigen verboten worden, sich seiner ehemaligen Lebensgefährtin zu nähern. Leider hatten weder Anzeigen noch richterliche Verfügungen bei Mario D’Uonno Wirkung gezeigt.

Indes kündigte die Facebook-Gruppe „Sei di Vercelli se…“, um ein Zeichen der Solidarität für Simona Rocca zu setzen und gegen Gewalt gegen Frauen zu protestieren, für den Abend einen Fackelumzug in der Innenstadt von Vercelli an.

In der italienischen Öffentlichkeit hingegen löste der Brandanschlag auf Simona Rocca erneut eine Debatte um Gewaltprävention aus. Wenn selbst Verbote und Verordnungen nichts nützen, was kann dann getan werden, um Gewalt gegen Frauen aktiv zu unterbinden, fragen sich viele Leser und Kommentatoren.

Buongiorno,Sarebbe intenzione degli Amministratori del Gruppo "Sei di Vercelli Se", Organizzare QUESTA SERA una…

Pubblicato da Andrea Barone su Lunedì 4 febbraio 2019

Von: ka

Kommentare

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8 Kommentare auf "Tragödie: Auto der ehemaligen Lebensgefährtin gerammt und angezündet"


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Krissy
Krissy
Superredner
18 Tage 11 h

Seltsam, bei dem bestialischen Mord, der von einer Frau an einer Frau begannen wurde gab es keinen Aufschrei.

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
18 Tage 10 h

Krissy
Haben sie die Nachricht und die Posts nicht gelesen. Wie sieht so ein Aufschrei für sie aus? Beides ist so entsetzlich und bestialisch. Für beide die Höchststrafe.

denkbar
denkbar
Kinig
18 Tage 9 h

Mit fällt vor allem auf: schon wieder eine Beziehungstat; beinah täglich in Italien. Die Debatte üden “feminiciodio” sollte Priorität bekommen, damit auch der Gesetzgeber sinnvolle Maßnahmen ergreift und nicht nur Werbespots zum Thema finanziert, wie es in Italien in den Jahren 2015 und 2016 der Fall war.

NanuNana
NanuNana
Grünschnabel
18 Tage 12 h

Isch des grausam…. ☹️

fanalone
fanalone
Tratscher
18 Tage 11 h

Derartige Brutalität und Gewalt ist ekelhaft und hier muss mit aller Härte durchgegriffen werden (was vermutlich nicht passiert bzw. präventiv passiert ist, schließlich gibt es ja eine Vorgeschichte) Instrumentalisieren und polarisieren indem man gegen Gewalt gegenüber Frauen demonstriert mag der herrschenden Ideologie dienen, potentiellen Amokläufern wird es wohl am A… vorbeigehen.

nuisnix
nuisnix
Tratscher
18 Tage 7 h

Gewalttaten gegen Frauen sind zu verabscheuen – genauso wie jene gegen Männer!
Gewalttat bleibt Gewalttat!

prontielefonti
prontielefonti
Tratscher
18 Tage 8 h

nicht normal! 😯

Angel
Angel
Grünschnabel
17 Tage 23 h

Lebenslänglich in Knast wenn alle Vorkehrungen nichts geholfen haben.

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