Einsprachige Ortsnamen sind nicht zulässig

Urteil zu “Sèn Jan” hat auch Bedeutung für Südtirol

Freitag, 23. November 2018 | 19:25 Uhr

Bozen – Mit der Ortschaft „Sèn Jan“ im Fassatal beschäftigte sich am Freitag das Verfassungsgericht in Rom und es gab ein Urteil, das auch für Südtirol Bedeutung hat.

Nach einem Referendum vor zwei Jahren haben sich die beiden Gemeinden Pozza und Vigo di Fassa zu einer Gemeinde zusammengeschlossen. Neuer Name: „Sèn Jan“ aus dem Ladinischen. Rom focht diese Entscheidung jedoch umgehend an.

Das Verfassungsgericht stimmte diesem Einwand nun zu. Das Urteil besagt, dass Ortsnamen in zweisprachigen Gebieten in Italien nicht nur einsprachig sein dürfen.

Sèn Jan muss künftig auch „San Giovanni di Fassa“ heißen. Das Verfassungsgericht sagt, dass sämtliche Gemeinden in Italien laut dem Urteil einen offiziellen italienischen Namen tragen müssen. Dies gilt für ladinische, französische und eben auch für deutschen Namen, wie sie in Südtirol vorkommen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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28 Kommentare auf "Urteil zu “Sèn Jan” hat auch Bedeutung für Südtirol"


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Roland Lang
Roland Lang
Grünschnabel
25 Tage 14 h

Die Gemeinden Südtirols tragen alle schon einen italienischen- meist unter den Faschisten erfundenen-  Namen. Das Urteil ändert in Südtirol also nichts. 

Nur Lana und Gais sind “einsprachig”. 

Es bleibt nun abzuwarten, ob Gais nun zu Capra oder ähnlichem umbenannt werden muss.

Wieder einmal zeigt sich der nationalistische Geist Italiens. Alles muss italienisch sein, italienisch heißen und einen italienischen Klang haben!

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
25 Tage 12 h

das Urteil ändert auch insofern nichts als dass im Pariser Vertrag nochmal ausdrücklich für die Provinz Bozen die Zweinamigkeit vorgesehen ist. Wir in Südtirol sind also “doppiamente” blindati.

Staenkerer
25 Tage 2 h

😃😄😂🤣 du moansch gais- capra
und lana krieg endlich an deutschn nome- wolle …..

gschaidian
gschaidian
Tratscher
25 Tage 42 Min

@Savonarola 
Im Pariser Vertrag steht nichts von Zweinamigkeit, sondern nur von Zweisprachigkeit.  Das heißt in der Praxis für ein Ortsschild z.B.:
Geminde, comune:  Martell.

genau
genau
Universalgelehrter
24 Tage 20 h

@Staenkerer

Du hast Lana wohl noch noe rückwert gelesen😁

Gredner
Gredner
Superredner
24 Tage 19 h

@Savonarola der Pariser Vertrag spricht vom Recht der deutschen Bürger auf deutsche Namen. Nirgends steht aber was vom Recht auf italienische Namen oder von der Pflicht Endonyme ins italienische zu übersetzen!!!

Nobodyisperfect
Nobodyisperfect
Grünschnabel
25 Tage 13 h

Unsere Ortsnamen sind zweisprachig, wir können doch nix dafür, dass sie die Italiener nicht aussprechen können. Unsere Politiker haben auch keinen Mumm in den Hosen.

Ein Louter
Ein Louter
Grünschnabel
25 Tage 13 h

Wie kann ein italienisches Gericht bei so einem Thema neutral ein Urteil fällen😂

IchSageWasIchDenke
25 Tage 13 h

Faschistische erfundene Namen

Kong
Kong
Neuling
25 Tage 11 h

Das soll einer verstehen! Im Aostatal haben alle Gemeinden nur französische Namen….

berthu
berthu
Superredner
25 Tage 33 Min

das sind auch die original-Namen. Die haben’s verstanden!

bern
bern
Superredner
25 Tage 12 h

Könnten wir bitte die Namen der ladinischen Gemeinden nur einsprachig machen!! Wieso sollen wir uns 3 Namen merken?
Den Gefallen, dass wir alle den ladinischen lernen, könnten wir den Ladinern gerne machen.

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
25 Tage 14 h

ein bisschen weniger disagio für unsere Zuwanderer…

Gredner
Gredner
Superredner
25 Tage 10 h

So ein Unsinn, und das von Akademikern, die Jus studiert haben… denen sollte man den Doktortitel entziehen! Namen sind nicht übersetzbar.
Laut Gesetz ist Zwei-Sprachigkeit Pflicht, nicht aber Zwei-Namigkeit.

Übrigens gibt es neben Lana und Gais auch Corvara. Müssen wir Corvara nun dreinamig machen?!?

berthu
berthu
Superredner
25 Tage 29 Min

Leider tauchen aber da und dort eingedeutschte italienische Namen auf. Wer, wann dies verzapfte?
‘Drei Linden’ für Misurina…Kurfar…

Gredner
Gredner
Superredner
25 Tage 11 Min

@berthu solche “anderssprachigen” Namen nennt man Exonyme. Wir sagen auch Lissabon statt Lisboa, Mailand statt Milano und die Italiener Parigi statt Paris. Diese Zweitnamen sind historisch gewachsen und legitim, aber es sind nicht die “amtlichen” Namen. Amtlich braucht es nur einen Namen, ein Endonym.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Exonym_und_Endonym

Jefe
Jefe
Tratscher
25 Tage 8 h

Heut zu tage wird wohlbegal sein…in welcher Sprache das drauf steht.. ..die Leute sollten lernen nicht immer so kleinlich zu sein…es gibt wichtigeres.

tresel
tresel
Universalgelehrter
25 Tage 40 Min

dann würd ich die ortsnamen auf klingonisch drauf schreiben um dir recht zu geben.
ortsnamen sind und bleiben einsprachig und sind nicht übersetzbar.

berthu
berthu
Superredner
25 Tage 29 Min

Hat keine Bedeutung für Südtirol!
Dabei wäre es am einfachsten, wenn Namen grundsätzlich nicht, nirgendwo und schon gar nicht auf Landkarten übersetzt werden.
Wo außer in Italien wird man ständig gefragt: wie heißt du auf italienisch? Wir müssen uns schon dauernd mit diesen Doppelnamen plagen, besonders bei Navigation -eine Schande daß Südtirol dort fast nur Italienisch exisitieit.

Ein Louter
Ein Louter
Grünschnabel
25 Tage 8 Min

Schau mal bei Google Maps ins Trentino dort werden noch oft die alten deutschen Namen verwendet z.B Löweneck, Kronmetz
Das soll wer verstehen🙈

berthu
berthu
Superredner
24 Tage 35 Min

@Ein Louter
Ja gesehen.Ob das dort auf den Ortsschildern so steht? Und Google hat es einfach so aufgenommen?
Navigation ist, wenn man der Troppl ja nicht folgt!

sarnarle
sarnarle
Tratscher
25 Tage 4 h

Warum ist das in Aosta nicht so? Warum wird das Ortsnamenproblem bei uns nicht behandelt? Warum sollen wir die uns aufgebundenen Namen akzeptieren?

Ein Louter
Ein Louter
Grünschnabel
25 Tage 13 Min

Weil das leider ein rein politisches thema ist und so wollen die Römer zeigen das Südtirol italienisches Gebiet ist, weil sonst könnte man ja meinen man ist in Österreich🙄

berthu
berthu
Superredner
25 Tage 18 Min
Solang die (meisten) Italiener fest glauben, ‘Sie hätten Südtirol erobert’ und die Faschistischen Symbole mehr verehrt werden, wie sonst was, geht die Italianisierung weiter. Nur, daß es soo lang dauert, damit hatte man nicht gerechnet. Dabei hat Italien auf der Südfront zu Österreich tatsächlich keinen Meter Grund erobert. Nur feig hinter den heimkehrenden Österreichischen Soldaten am Brenner die Grenze vereinnahmt. (Was ihnen von den Aliierten schon vor oder während dem Krieg verheißen wurde…) Klartext: Italien ist gut im ‘sich an Seite des Siegers stellen und Beute teilen’. Ansonsten gibt es von den italienischen Kriegern nicht viel rühmliches aufzuzählen. Wobei die… Weiterlesen »
Lochkrompf
Lochkrompf
Grünschnabel
25 Tage 3 h

es gibt lei uane gemeinde in südtirol de net italianisiert wurde … laut meines wissesns isch sel verdins obr schenna weil die podesta zur der zeit es vercheckt hot festzuschreibm …. sie hobm verdines wieder entfernen geterft

king76
king76
Tratscher
24 Tage 21 h

Lana ist Lana und bleibt Lana😀…

MakusPartschins
MakusPartschins
Grünschnabel
24 Tage 20 h

Das ist Eure schuld Liebe Landsleute

Ihr mög jo die Katzelmacher Ihr wählt Sie doch dann braucht Ihr euch nicht zu beklagen.

Gredner
Gredner
Superredner
24 Tage 20 h

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Im Pariser Vetrag heisst es, dass: ” ” … wird den Staatsbürgern
deutscher Zunge im besonderen gewährt: […] Gleichberechtigung im Gebrauch […] der zweisprachigen
Ortsnamengebung;”

Also sind die deutschen (historisch gewachsenen) Endonyme mit den italienischen Exonymen gleichberechtigt. Nirgends aber ist die Rede von der Pflicht Endonyme ins Italienische zu übersetzen oder neue Exonyme zu erfinden!!!

Das soll man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Der Pariser Vertrag vepflichtet also explizit NICHT zur Zweinamigkeit.

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