Suchaktion nach Zwillingen nimmt glückliches Ende – VIDEO

Verirrte vierjährige Mädchen von Hund beschützt und gewärmt

Freitag, 27. April 2018 | 08:02 Uhr

Stella di Tarcento/Friaul-Julisch Venetien – In Stella di Tarcento, einem kleinen Bergdorf in der Provinz Udine in Friaul-Julisch Venetien, nahm eine groß angelegte Suchaktion nach zwei vierjährigen Mädchen ein glückliches Ende. Die Zwillinge hatten sich zusammen mit ihrem Hund im Wald verirrt. Nach stundenlanger Suche mehrerer Hundertschaften von Rettungskräften und freiwilligen Helfern konnten die beiden kleinen Mädchen mitten in der Nacht aufgefunden werden. Ihr Hund hatte sie die ganze Zeit beschützt und gewärmt.

Facebook/Alexei Coianiz

Während die beiden vierjährigen Mädchen – Elisabetta und Adele – im Garten mit den beiden Hunden des Hauses spielten, bereitete die Mutter der Zwillinge am Dienstagabend gerade das Abendessen zu, als die beiden Vierjährigen die Abenteuerlust packte. In einem unbeobachteten Moment gelang es den beiden Mädchen, gegen 18.30 Uhr aus bisher ungeklärten Gründen das Gartentor zu öffnen. Zusammen mit ihrem Pitbullweibchen Margot verließen Elisabetta und Adele das elterliche Haus und schlugen einen Wanderweg in den nahen Wald ein. Kurze Zeit später bemerkte die Mutter das Verschwinden ihrer Töchter. Nachdem sie sie nicht finden konnte und auf Zurufe keine Antwort erhalten hatte, alarmierte die Mutter die Rettungskräfte.

Facebook/Alexei Coianiz

Innerhalb kürzester Zeit trafen mehrere Einheiten des Zivilschutzes, der Bergrettung des CNSAS, der Carabinieri und der Feuerwehr in Stella di Tarcento ein und begannen eine groß angelegte Suchaktion. Ihnen schlossen sich viele Freiwillige aus dem Dorf und aus der näheren Umgebung an, sodass insgesamt mehr als 200 Rettungskräfte und freiwillige Helfer auf der Suche nach Elisabetta und Adele waren. Vom nahen Luftwaffenstützpunkt bei Casarsa della Delizia startete auch ein Armeehubschrauber, der mit seiner Wärmebildkamera die Wälder in der Umgebung von Stella di Tarcento absuchte.

Facebook/Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico – CNSAS

Die Retter befürchteten bereits das Schlimmste, als gegen 2.00 Uhr am frühen Morgen des Nationalfeiertags drei Freiwillige die beiden Mädchen und ihren Hund entdeckten. Elisabetta und Adele sowie ihr Pitbull Margot befanden sich in einem schwer zugänglichen Waldstück in der Nähe eines Baches und unter einem Felsvorsprung. In den Stunden nach ihrem Verschwinden hatten die Zwillinge und das Pitbullweibchen Margot auf kleinen Waldwegen und in schwierigem Gelände ungefähr drei Kilometer zurückgelegt, bevor sie unter einem Felsvorsprung Schutz gesucht hatten. Der Hund hatte die beiden Mädchen die ganze Zeit über beschützt und mit seinem Körper vor der nächtlichen Kälte bewahrt.

Facebook/Alexei Coianiz

Als die Freiwilligen Elisabetta, Adele und ihren Hund fanden, waren die Mädchen wohlauf, wenn auch sehr hungrig. Eine ärztliche Visite bescheinigte Elisabetta und Adele eine den Umständen entsprechende gute Gesundheit. Kurze Zeit später konnten die beiden vierjährigen, tatendurstigen und abenteuerlustigen Mädchen ihren überglücklichen Eltern, die bis dahin bange Stunden durchmachen mussten, übergeben werden. In der Folge dankten die Eltern allen Freiwilligen und Rettungskräften für ihre großzügige und selbstlose Hilfe.

Die gesamte Rettungsaktion, an der Hunderte von Rettungskräften und einfachen Freiwilligen teilgenommen hatten, legte aus Sicht aller Beteiligter Zeugnis einer solidarischen Gemeinschaft ab. Ein besonderes Lob aber gebührte dem Pitbullweibchen Margot, das Elisabetta und Adele die halbe Nacht hindurch bewacht, beschützt und mit ihrem Körper gewärmt hatte.

 

 

Von: ka

Kommentare

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16 Kommentare auf "Verirrte vierjährige Mädchen von Hund beschützt und gewärmt"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
witschi
witschi
Universalgelehrter
25 Tage 13 h

der hund ist ein rudeltier. deshalb braucht er die nähe zu anderen rudelmitgliedern. in diesem fall die beiden kinder. wir menschen machen daraus eine berührende geschichte

yeah
yeah
Grünschnabel
25 Tage 10 h

sehr oberflächliche aussoge des aufs rudelverholten zu reduzieren… hunde sein holt mol die besseren menschen, obs dir gfollt oder net

Simba
Simba
Grünschnabel
25 Tage 4 h

Du musst ein Hundehasser sein.Nur solcher kann so dumm reden oder schreiben

Staenkerer
24 Tage 17 h

tierforscher sogn das kleinkinder gleich wie tierbabys eine etwas rundere, vrgewölbtere stirn haben die sich dann auswächst.
auch bei artfremden tieren ruft, so wird noch langen verhaltensstudien vermutet, dieses “zeichen” bei (den meisten) erwachsenen tieren den beschützerinstinkt hervor!
der hund isch mit de kinder aufgewochsn und worscheinlich guat und hundegerecht behondelt worden, also isch der instinkt zum beschützen do und wenn es den “frau hen/herrchen” schlecht geat fühlen hunde sowieso!
de menschn de den tieren jede gefühlregung obleugnen tien mir load, denn meist unterdrücken sie ihre eigene!

dom99
dom99
Neuling
25 Tage 15 h

schöne Geschichte, rührt einen fast zu Tränen.

Dublin
Dublin
Kinig
25 Tage 13 h

…so a 🐶 Hunderl is scho praktisch…

Schatten
Schatten
Superredner
25 Tage 11 h

der hund isch a held!!!!!! 😍😘

m. 323.
m. 323.
Superredner
25 Tage 11 h

des wor sicher a guter Wolf….

Evi
Evi
Tratscher
25 Tage 13 h

Wie man sieht, kämpfen Kampfhunde auch FÜR das Leben ihrer Menschen.

barbastella
barbastella
Superredner
25 Tage 13 h

solche Meldungen verschönern den Tag

king76
king76
Tratscher
25 Tage 13 h

Endlich mal eine gute Nachrcht❤️

der Vinschger
der Vinschger
Superredner
25 Tage 12 h

Braver Hund! Guat gmocht

wottel
wottel
Grünschnabel
25 Tage 10 h

Super Aktion👏🏻😊bravo Margot👍🏼iatz mechti bitte a poor Kommentare fe die Hundehasser lesen…😉

Mutti
Mutti
Superredner
25 Tage 8 h

Super vom hund gemocht,griag sicher a groasses leckerli 🙂

Hudy17
Hudy17
Tratscher
25 Tage 10 h

gott sei donk guet ausgongen

nikki
nikki
Grünschnabel
25 Tage 3 h

Gottseidonk guat ausgongen.
Do sig man mol wieder, wos a sogenannter ” Kampfhund” für a treue Seele isch.
Traurig wos viele Menschen von der Rasse denken.

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