Von: idr
Cortina – Während in Cortina d’Ampezzo verzweifelt die letzten Bauarbeiten beendet werden und bereits Zuschauer aus aller Welt die Straßen füllen, hat ein heftiger Wintereinbruch den noblen Dolomitenort lahmgelegt. Seit gestern versinkt die alpine Gastgeberstadt im Schnee – mit dramatischen Folgen für den Verkehr.
Die Zufahrt von San Vito di Cadore nach Cortina verwandelte sich wegen des Schneetreibens in einen einzigen Stau. Schneeräumfahrzeuge kamen kaum voran, dahinter bildeten sich lange Autoschlangen. Freiwillige Helfer und Soldaten, die eigentlich den Olympia-Verkehr regeln sollten, schienen völlig überfordert.
Trainingsabsage wegen Schneemassen
Bis Donnerstagnachmittag werden 25 Zentimeter Neuschnee im Ort erwartet, auf der Olympia-Rennstrecke Tofane sogar 40 Zentimeter. Die Konsequenz: Das erste Abfahrtstraining der Frauen wurde abgesagt. Eine bittere Nachricht, besonders für US-Superstar Lindsey Vonn, die trotz Kreuzbandriss starten will.
Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein: Am Freitag findet die Eröffnungsfeier im Mailänder San-Siro-Stadion statt, am Samstag starten bereits die ersten Medaillenentscheidungen, unter anderem Ski Alpin, Eisschnelllauf und Skispringen. Doch in Cortina herrscht immer noch Baustellenflair – Bagger dröhnen rund um die neue Bobbahn, im Langlaufstadion arbeiten Dutzende Maschinen.
Die magische Winterkulisse mit tanzenden Schneeflocken sorgt zwar für Verkehrsprobleme bei Organisatoren und Autofahrern, doch für die Wintersportler und Sportfans sind die weißen Massen ein Segen. Endlich optimale Bedingungen auf den Pisten – und das nach einer langanhaltenden Kunstschnee-Debatte und durchwachsenen Bedingungen.




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