Von: APA/Reuters
In Pakistan sind bei Kämpfen in der Unruheprovinz Belutschistan am Wochenende 145 Aufständische getötet worden. Dies sei die Bilanz von Gefechten, die insgesamt 40 Stunden angedauert hätten, teilte der Chefminister der Provinz, Sarfaraz Bugti, am Sonntag in Quetta mit. Unter den Toten seien Angreifer, die bei Razzien am Freitag und Samstag sowie bei noch laufenden Militäroperationen ums Leben gekommen seien. Bugti zufolge starben zudem 17 Sicherheitskräfte und 31 Zivilisten.
Es handle sich um die höchste Zahl getöteter Aufständischer in so kurzer Zeit seit der Verschärfung des Konflikts. Die verbotene Belutschistan-Befreiungsarmee erklärte, sie habe unter dem Codenamen “Herof” (Schwarzer Sturm) koordinierte Angriffe auf Sicherheitskräfte in mehreren Distrikten ausgeführt, darunter Quetta und die Hafenstadt Gwadar. Das Militär machte dagegen “von Indien unterstützte Militante” für die Angriffe verantwortlich. Das Außenministerium in Neu-Delhi wies dies am Sonntag entschieden zurück.
Belutschistan ist die flächenmäßig größte, aber auch die ärmste Provinz Pakistans. Sie grenzt an den Iran und Afghanistan und verfügt über reiche Bodenschätze. Ethnische Belutschen kämpfen dort seit Jahrzehnten für mehr Autonomie und einen größeren Anteil an den Einnahmen aus den Erdgas- und Mineralvorkommen der Region. Die Sicherheitskräfte hatten nach eigenen Angaben Versuche der Rebellen abgewehrt, die Kontrolle über Städte oder strategische Einrichtungen zu übernehmen.




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