Sprachenzentren, zusätzliches Fachpersonal, Fortbildung

Achammer: “Schule leistet wichtigen Beitrag zu Integration”

Montag, 15. April 2019 | 16:51 Uhr

Bozen – “Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, zu deren Gelingen die Schulen vielleicht den wichtigsten Beitrag leisten”, erklärte Bildungslandesrat Philipp Achammer heute im Landhaus 1 in Bozen. Gemeinsam mit Bildungsdirektor Gustav Tschenett und Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner hatte er eine Pressekonferenz anberaumt, um nach der Rücknahme der Broschüre zum Umgang mit muslimischen Schülern über den Weg der deutschen Schule in der Integrationsfrage zu informieren.

“Wir wollen Integration”, betonte der Landesrat, “und orientieren uns dabei an den Rechten und Pflichten, mit denen uns die Verfassung ausstattet, an den Regeln für das Zusammenleben, die der Rechtsstaat vorgibt.” Darauf aufbauend habe das Land 2016 die Prinzipien “Fördern und fordern” sowie “Integration durch Leistung” als Wegweiser vorgegeben. Entsprechend wurden im Landesintegrationsgesetz soziale Förderungsmaßnahmen an das Bemühen um Integration geknüpft, beispielsweise den Besuch von Sprachkursen und die Erfüllung der Schulpflicht. Es bedürfe klarer Vorstellungen von Integration und klare Regeln für die Integration, sagte Landesrat Achammer, wobei Integration weder Assimilation sei, noch Abgrenzung. “Es ist wesentlich, sich auf andere Kulturen einzulassen. Das heißt aber nicht, Eigenes dafür aufzugeben”, sagte der Landesrat.

Auf die jahrzehntelange Erfahrung Südtirols mit der inklusiven Schule verwies Bildungsdirektor Gustav Tschenett: “Im Unterschied zu Österreich und Deutschland arbeiten wir schon lange mit dem einbeziehenden Schulmodell”, erklärte der Bildungsdirektor. Und Südtirols Schule teile ihr Wissen und ihre Erfahrung immer wieder mit anderen Ländern. Ging es in der Vergangenheit vor allem um die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung, so stünde heute die Integration von Jugendlichen mit internationaler Lebensbiografie im Brennpunkt. Die von PISA nachgewiesene Chancengerechtigkeit des Südtiroler Bildungssystems wolle man auch künftig garantieren. Daher sei es notwendig, “gut mit den Veränderungen umgehen” zu können, sagte Bildungsdirektor Tschenett.

Darum sei man schon seit Jahren auf verschiedenen Ebenen bemüht, berichtete Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner. Sie verwies vor allem auf die zunehmend spezialisierte Tätigkeit der Sprachenzentren. Familien nähmen deren Tätigkeit immer stärker in Anspruch, auch im Hinblick auf Berufsorientierung, als Anlaufstelle für kulturelle Mediation oder als Bindeglied zwischen Schule und Familie. Immer wieder biete die Bildungsdirektion Handreichungen und Hilfestellung an, um herausfordernde Situation in Zusammenhang mit Migration möglichst gut bewältigen zu können. Lehrpersonen würden dabei untersützt, sich interkulturelle Kompetenzen anzueignen. Umfangreich sei auch das Fortbildungsangebot zum Thema Integration für Lehrpersonen und Schulführungskräfte. Schulen mit großem Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund erhielten entsprechend mehr Fachpersonal.

Über positive Erfahrungen mit Integration berichtete die Direktorin der Landesberufsschule für das Gastgewerbe Savoy, Beatrix Kerschbaumer. Die Direktorin gab auch Einblick in ein Erasmus Projekt “Migrationsbeschulung”.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Achammer: “Schule leistet wichtigen Beitrag zu Integration”"


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Blitz
Blitz
Universalgelehrter
3 Tage 15 h

Olls Guat und Recht, ober Dejening , dei zi ins kemmen, solln sich integriern, und net umgekeahrt !

typisch
typisch
Kinig
3 Tage 13 h

Bei uns heißt es dann sensibilisieren😃👍🏼

marher
marher
Grünschnabel
3 Tage 12 h

Bezüglich der Blamage mit den Broschüren gibt es nun Schönrederei und alles ist vom Tisch.

sakrihittn
sakrihittn
Universalgelehrter
3 Tage 14 h

Man hat die Lage nicht mehr im Griff, der Migrantenzuwachs ist weit über den erträglichen um Integration zu schaffen. Es entstehen Parallelgesellschaften wie überall in Europa, und es wird immer schlimmer werden. Auf die Dosis kommt es an. Hat leider noch niemand verstanden, außer die 68-iger die ganz andere Pläne haben…

xyz
xyz
Tratscher
3 Tage 10 h

Wenn an deutschen Schulen ganze Klassen nicht mehr deutsch sprechen, nennt man das gelungene Integration?
Migranten müssen aufgeteilt werden….sonst könnnen sie die Sprache nicht lernen und das Niveau unserer Kinder sinkt weiter. Selbst vielen Migranten sind inzwischen zu viele Migranten in der Schule….und sie beschweren sich, dass die Kinder kaum deutsch lernen da untereinander fast ausschließlich italuenisch gesprochen wird.

DerTom
DerTom
Grünschnabel
3 Tage 10 h

alles nur für eigenen profit….

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
3 Tage 2 h

Schönreden und hoffen, dass die Wähler vergesslich sind.
Hören sich manche Politiker eigentlich selbst zu? 🤔

Spamblocker
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Tratscher
3 Tage 1 h

die Schule löscht unsere Kultur Dank Achammer Integration, Forza Salvini zuerst die Südtiroler

Kompi
Kompi
Neuling
3 Tage 2 h

Wann müssen wir und unsere Lehrer die ausländische Sprache sprechen ???
Danke Philipp 😂😂😂

Blumenmann
Blumenmann
Neuling
3 Tage 9 h

Wer Herr Landesrat dank es Euch wer ? es sind nur wenige , mehr sind es , die dafuer bezahlen mueßen und sie daher bei Wahlen abstrafen.

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