Landesregierung genehmigt Durchführungsverordnung

Arbeitsvermittlung als Dienstleister für Menschen und Betriebe

Freitag, 17. Juli 2026 | 15:35 Uhr

Von: mk

Bozen – Mit einer noch intensiveren persönlichen Betreuung für Arbeitssuchende, dem Aufbau der Meta-Jobbörse “alleJobs” und der Erweiterung des Services für Unternehmen bewegt sich der Arbeitsvermittlungsdienst des Landes Südtirol noch weiter in Richtung Zukunft. Die Landesregierung hat am 17. Juli auf Vorschlag von Arbeits-Landesrätin Magdalena Amhof die dafür erforderliche Durchführungsverordnung genehmigt.

Diese schafft erstmals einen einheitlichen Rechtsrahmen, der die Arbeitsvermittlung von einer Verwaltungsstelle zu einem modernen Dienstleister für Menschen und Unternehmen machen soll. Im Fokus stehen Digitalisierung, individuelle Begleitung und Eigenverantwortung.

„Unser Ziel ist es, Menschen aktiv auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt zu begleiten und Unternehmen den Zugang zu Arbeitskräften so einfach wie möglich zu machen“, betont Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof.

Wichtig bleibe weiterhin die intensive Unterstützung für Personen, die den Einstieg nicht aus eigener Kraft schaffen – darunter Menschen mit Behinderung, Langzeitarbeitslose, Wiedereinsteiger und Personen mit Betreuungspflichten.

Arbeitsvermittlung: Ein Geben und Nehmen von beiden Seiten

Nach dem Prinzip „Fördern und Fordern“ erhalten Arbeitsuchende in den Arbeitsvermittlungszentren eine persönliche Betreuung: Gemeinsam mit einer Arbeitsvermittlungskraft werden Kompetenzen analysiert, ein individueller Aktionsplan erstellt und passende Qualifizierungs- oder Vermittlungsmaßnahmen festgelegt. Arbeitsuchende verpflichten sich, aktiv mitzuwirken, Termine wahrzunehmen und zumutbare Arbeitsangebote anzunehmen.

“alleJobs”: Noch mehr Jobs auf einer digitalen Plattform

Die eJobBörse wird zur zentralen digitalen Plattform des Landes ausgebaut. Künftig soll sie schrittweise zur Meta-Jobbörse „alleJobs“ weiterentwickelt werden, die Stellenangebote aus verschiedenen öffentlichen und privaten Börsen bündelt. Zudem wird ein grenzüberschreitender Austausch von Stellen innerhalb der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino ermöglicht.

Gezielte Antwort auf Fachkräftebedarf der Wirtschaft

Die Arbeitsvermittlungszentren sollen sich künftig verstärkt zu Servicezentren für Betriebe entwickeln, um den Fachkräftebedarf der Wirtschaft besser abzudecken. Sie beraten auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei der Personalsuche und unterstützen bei der Formulierung von Stellenangeboten. Auf Wunsch übernehmen sie die Vorauswahl von Bewerbenden und organisieren Recruiting Days, um Betriebe und Arbeitsuchende direkt zusammenzubringen.

Bezirk: Bozen

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