Mangel an öffentlicher Toiletten in Bozen

Benedikter: “Klo-Politik: Pecunia non olet!”

Dienstag, 30. September 2025 | 10:51 Uhr

Von: Ivd

Bozen – „Das ist mal eine gute Nachricht: Das erste öffentliche Klo auf der Wassermauer! Der nächste Schritt: Ein durchdachtes Konzept von öffentlichen Toiletten in allen Stadtvierteln: ‚Pecunia non olet‘ meinte Kaiser Vespasian m Jahre 70 n.Chr., als er in der Hauptstadt des römischen Reiches eine Latrinen-Steuer einführte, um die vorbildlichen Einrichtungen der öffentlichen Hygiene Roms zu finanzierenm“, wie Dr. Rudolf Benedikter berichtet. „Toiletten und Bäder auf einem Niveau, das zu in Europa jahrhundertelang nicht mehr erreicht wurde.“

„Endlich erhält die Bozner Wassermauer ein öffentliches Klo – mein jahrelanges Bemühen scheint zu fruchten. Seit 2019 bemühe ich mich um die Ausstattung Bozens mit anständigen öffentlichen Toiletten. Der Mangel an Öffentlichen Toiletten in Bozen ist unwürdig für eine zivilisierte mitteleuropäische Stadt mit 107.000 Einwohnern. Das System ‚Bar & bezahlter Klobesuch‘ ist vollkommen unzureichend und unzumutbar für uns wie für die Touristen“, so Benedikter weiter.

Mit dem Beschlussantrag Nr. 24/2025 – der demnächst im Gemeinderat behandelt wird – fordert die Grüne Ratsfraktion, ein durchdachtes Konzept von öffentlichen Toiletten in allen Stadtvierteln zu erarbeiten, vorrangig für das touristisch überlaufene Stadtzentrum, für die öffentlichen Parkplätze, „zum Beispiel Schloss Maretsch, bei den Spielplätzen und für weitere Standorte auf den Talferwiesen beziehungsweise -Promenaden“, so der Grüne.

Die notwendigen finanziellen Mittel sollen im Nachtragshaushalt 2025 bereitgestellt werden. „Auch hier gilt das Motto: ‚Pecunia non olet‘“, so Benedikter abschließend.

Bezirk: Bozen