Von: mk
Bozen – Der Bozner Gemeinderat behandelte in der gestrigen Sitzung unter anderem auch einen Beschlussantrag Grünen. Sie fordern, dass die SASA AG den Stadtbusdienst kostenlos anbietet – nach dem Beispiel der Partnerstadt Erlangen.
Bei der Vorstellung des Antrages verwies Gemeinderat Rudi Benedikter einerseits auf die zahlreichen Beispiele kostenloser Öffentlicher Verkehrsmittel in Städten Italiens und Europas, wie Erlangen, Augsburg, Montpellier, Calis, Manchester, Luxemburg, Belgrad, Genua, Terni, Potenza oder etwa Bra.
Zum anderen unterstrich er die Tatsache, dass auch in Südtirol der öffentlichen Personennahverkehr für breite Schichten der Bevölkerung bereits heute kostenlos genutzt werde: „Alle Landesangestellten, alle Gemeindebediensteten – natürlich auch jene der Gemeinden Bozen/Leifers –, das gesamte Lehrpersonal.“ Daneben gebe es Jahres-Abos um 20 Euro für Kinder und Jugendliche bis 19 und Senioren ab 80. „Die Benefits für diese Kategorien werden ja durch die öffentliche Hand, also durch alle Steuerzahler finanziert – auch jene Steuerzahler, für die der öffentliche Personennahverkehr kostenpflichtig ist“, betonte Benedikter.
Obwohl Mobilitätsstadträtin Johanna Rramoser in der Debatte den Antrag als positiv würdigte und eine Vertiefung des Themas vorschlug, wurde der Antrag schließlich durch die Enthaltung der Ratsmehrheit abgelehnt. „Unverständlich war die Enthaltung der Ratsfraktion des PD“, so Benedikter abschließend.




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