Stundensatz für Tagesmütter wird von 10,20 auf 11,60 Euro erhöht

Bessere Entlohnung für Tagesmutter und -väter

Freitag, 28. August 2026 | 16:17 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Die Landesregierung hat den Grundlohn für Tagesmütter und Tagesväter erhöht und übernimmt die dadurch entstehenden Mehrkosten, sodass für die Familien keine zusätzlichen Kosten anfallen.

235 Tagesmütter in Südtirol betreuen über 1000 Kinder im Alter von drei Monaten bis zum Eintritt in den Kindergarten. Sie sind damit, gemeinsam mit den Kindertagesstätten/Kitas und den Kinderhorten, die tragenden Säulen der Kleinkindbetreuung in Südtirol. Für Familienlandesrätin Rosmarie Pamer ist die Stärkung dieses Dienstes darum nicht nur ein wesentlicher Teil der dreisäuligen Familienpolitik Südtirols (frühzeitige Stärkung von Familien –  Finanzielle Unterstützung für Familien – Vereinbarkeit von Familie und Beruf).

Vielmehr geht es auch darum, Planungssicherheit für die Tagesmütter und Tagesväter sowie für die Familien zu schaffen. “Die Erhöhung des Grundlohnes ist eine wichtige Voraussetzung, um dieses tolle Berufsbild attraktiv zu halten und den Dienst möglichst allen Familien, die den Bedarf danach haben, anbieten zu können. Gleichzeitig war uns wichtig, dass für die Eltern durch diese Maßnahme keine Zusatzkosten entstehen, weshalb die Mehrkosten zur Gänze vom Land getragen werden”, betont Landesrätin Pamer.

Konkret sieht der am 27. August von der Landesregierung genehmigte Beschluss eine Änderung der Richtlinien für die Finanzierung der Kindertagesstätten und des Tagesmütter-/Tagesväterdienstes vor, die über die Familienagentur des Landes abgewickelt wird. Damit wird der derzeitige Stundensatz von 10,20 Euro auf 11,60 Euro erhöht, womit das volle 14. Monatsgehalt als auch eine Inflationsanpassung von zehn Prozent berücksichtigt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Trägerorganisationen des Dienstes die Erhöhung zur Gänze den Mitarbeitenden zukommen lassen. Die Regelung gilt rückwirkend ab dem 1. Jänner 2026. Die daraus entstehenden Mehrkosten betragen 1,7 Millionen Euro, die vom Land übernommen werden.

Bezirk: Bozen

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