Von: APA/AFP/dpa/Reuters
Bei “massiven” russischen Luftangriffen in der südostukrainischen Region Saporischschja ist laut den Behörden mindestens ein Mensch getötet worden. 25 weitere Menschen seien verletzt worden, darunter drei Kinder. Die russischen Angriffe mit Drohnen und Raketen hätten “Privathäuser zerstört und zahlreiche Einrichtungen beschädigt, teilte der Chef der regionalen Militärverwaltung Iwan Fedorow am Samstag mit. Die Ukraine griff ihrerseits mehrere russische Erdölraffinerien an.
Dutzende Häuser seien von der Strom- und Gasversorgung abgeschnitten, ergänzte Fedorow. Der Gouverneur der weiter nördlich gelegenen Region Dnipropetrowsk beschuldigte Russland ebenfalls eines “massiven Angriffs” mit Raketen und Drohnen. In den Städten Dnipro und Pawlograd seien Gebäude beschädigt und durch die Angriffe in Brand gesetzt worden.
Anders als Donezk, Cherson, Luhansk, Saporischschja und die Halbinsel Krim gehört Dnipropetrowsk nicht zu den ukrainischen Regionen, die Moskau als annektiert erklärt hat. Dnipropetrowsk ist bisher auch von heftigen russischen Angriffen weitgehend verschont geblieben. In dieser Woche räumte Kiew jedoch erstmals ein, dass der russischen Armee in der Region ein Vorstoß gelungen sei. Moskau, das etwa 20 Prozent des ukrainischen Gebiets kontrolliert, hatte bereits im Juli Fortschritte in der Region Dnipropetrowsk gemeldet.
Moskau meldet weiteren Vormarsch in Ostukraine
Unterdessen rückte die russische Armee nach Angaben des Moskauer Verteidigungsministeriums in der ostukrainischen Region Donezk weiter vor. Dort sei das Dorf Komyschuwacha eingenommen worden, teilte das Ministerium mit. Dem Militär werden darüber hinaus Erfolge bei Angriffen auf ukrainische Raketen- und Luftfahrtunternehmen sowie auf Militärflugplätze zugeschrieben.
Das Verteidigungsministerium meldete außerdem den Abschuss von 86 ukrainischen Drohnen in der Nacht auf Samstag. In der Früh seien 20 weitere Drohnen unschädlich gemacht worden, darunter 18 über der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim.
Angriffe auf Kiew
In der westlichen Region Wolhynien habe es ebenfalls einen “massiven Angriff feindlicher Drohnen” gegeben, erklärte der Chef der regionalen Militärverwaltung Iwan Rudnytski. In Kiew kam es aufgrund der Bombenangriffe zu Verspätungen im Zugverkehr, wie die ukrainische Eisenbahn mitteilte.
Am Donnerstag waren bei Angriffen mit Drohnen und Raketen auf die waren bei Angriffen mit Drohnen und Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew nach jüngsten ukrainischen Angaben mindestens 25 Menschen getötet worden, darunter vier Kinder. Das jüngste Opfer sei “noch nicht einmal drei Jahre alt” gewesen, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag im Onlinedienst X. Dieser “absolut abscheuliche” Angriff zeige “die wahren Absichten” des russischen Präsidenten Putin, erklärte Selenskyj. “Weiter töten, anstatt Maßnahmen zu ergreifen, um Frieden zu erreichen”, schrieb er.
Brände nach Attacken auf russische Ölraffinerien
Die Ukraine griff nach eigenen Angaben Ölraffinerien in den russischen Städten Krasnodar und Sysran an. Das ukrainische Militär teilte mit, in Krasnodar im Süden Russlands habe es mehrere Explosionen gegeben und ein Feuer sei ausgebrochen. Auch in der Raffinerie in Sysran habe es infolge des Angriffs einen Brand gegeben. Laut den Behörden in Krasnodar wurde das Feuer dort durch herabstürzende Trümmerteile entfacht und ist inzwischen gelöscht. Die Anlage sei evakuiert worden, es habe keine Opfer gegeben, teilten die Behörden auf Telegram weiter mit.
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