Begehrensantrag der Süd-Tiroler Freiheit

Einstimmige Genehmigung für Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten  

Donnerstag, 07. Mai 2026 | 16:32 Uhr

Von: mk

Die Süd-Tiroler Freiheit begrüßt die einstimmige Genehmigung des Begehrensantrags zur Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten im Rentensystem, sowie zur Möglichkeit, Rentenjahre bei Einzahlungslücken nachzukaufen. Mit dieser Entscheidung werde nun endlich Druck auf Rom aufgebaut, um die rechtlichen Voraussetzungen für eine gerechtere Rentenregelung zu schaffen. Der Antrag des Landtagsabgeordneten Hannes Rabensteiner fordert konkrete Maßnahmen wie die Förderung des Nachkaufs von Rentenjahren sowie die Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten, um Rentenlücken zu schließen und eine entsprechende Absicherung für das Alter zu ermöglichen.

„Ich freue mich sehr über die einstimmige Unterstützung im Landtag. Es ist ein wichtiger Schritt, dass wir nun gemeinsam Druck auf Rom ausüben, damit endlich ein System geschaffen wird, das die Erziehungs- und Pflegejahre gebührend anerkennt“, erklärt Hannes Rabensteiner, Ersteinbringer des Antrags. „Die Menschen, die in ihrem Leben unverzichtbare Pflege- und Erziehungsarbeit leisten, verdienen eine Rentenregelung, die ihren Beitrag zur Gesellschaft auch im Alter angemessen absichert.“

Der Begehrensantrag fordert auch eine Erhöhung der steuerlich absetzbaren Beträge für Einzahlungen in Zusatzrentenfonds, um den Bürgern eine zusätzliche Altersvorsorge zu ermöglichen. Zudem soll eine Informationskampagne gestartet werden, die insbesondere junge Menschen frühzeitig zur Altersvorsorge motiviert und über die Vorteile von Zusatzrentenfonds aufklärt.

„Erziehung ist Arbeit. Pflege ist Arbeit. Und Arbeit verdient eine Rente, von der man leben kann. Wenn Menschen, die über Jahre hinweg Kinder großziehen oder Angehörige pflegen, im Alter benachteiligt sind, läuft in unserem System etwas grundlegend falsch. Wer Verantwortung übernimmt, zahlt drauf und wird im Alter mit Unsicherheit zurückgelassen. Wer sich für Familie oder Pflege entscheidet, leistet einen unverzichtbaren Beitrag für unser Land und unsere Gesellschaft. Diese Leistung muss sich in der Rente widerspiegeln“, so Rabensteiner.

Mit einstimmiger Unterstützung im Landtag bildet der Antrag nun eine Grundlage, um das Anliegen auch auf staatlicher Ebene voranzutreiben und in Südtirol die Weichen für eine gerechtere Rentenabsicherung zu stellen. Der Einbringer des Antrages hofft nun, dass dieser in Rom auf fruchtbaren Boden fallen wird.

Bezirk: Bozen

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