Von: apa
Die EU-Länder haben 2025 822.000 Asylanträge verzeichnet. Dies sei die geringste Zahl an Anträgen seit 2021 – um 19 Prozent weniger als im Jahr 2024, geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht der EU-Asylagentur (EUAA) hervor. Die Zahl der Wiederholungsanträge stieg im Vergleich zu 2024 allerdings um 39 Prozent.
Der zuständige EU-Migrationskommissar Magnus Brunner führte die geringere Zahl an Erstanträgen auf das EU-Engagement in Partnerländern und die zunehmende Stabilität in wichtigen Regionen zurück. “Die Mitgliedstaaten nutzen diese Situation, um bestehende Rückstände abzubauen, die Aufnahmesysteme zu stärken und sich auf die neuen Regeln vorzubereiten. Schritt für Schritt bringen wir unser europäisches Haus in Ordnung”, so Brunner laut Aussendung.
4,5 Millionen Vertriebene aus der Ukraine
Bis Februar 2026 profitierten rund 4,5 Millionen Vertriebene aus der Ukraine von vorübergehendem EU-Schutz. Gleichzeitig hatten die Entwicklungen in Syrien erhebliche Auswirkungen auf das Asylmanagement: Die Behörden der EU-Staaten setzten die Bearbeitung von Asylanträgen aus Syrien vorübergehend aus, und die Zahl syrischer Asylanträge sank im Vergleich zu 2024 um 72 Prozent.
Mit dem Ziel, den Druck auf die Asylsysteme in den EU-Staaten zu verringern, trat im Februar 2026 erstmals eine EU-weite Liste sicherer Herkunftsstaaten in Kraft. Kosovo, Bangladesch, Kolumbien, Ägypten, Indien, Marokko und Tunesien gelten nunmehr EU-weit als sichere Herkunftsländer. Die Anträge von Staatsangehörigen dieser Staaten sollen rascher bearbeitet werden, weil Asylanträge aus jenen Ländern wenig Aussicht auf Erfolg haben. Die Mitgliedstaaten sind jedoch weiter verpflichtet, jeden Asylantrag individuell zu prüfen, egal woher die Person stammt. Nationale Listen sicherer Herkunftsländer bestehen neben der EU-Liste weiter.




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