"Schafe sind die großen Verlierer"

FH: “Welttierschutztag im Zeichen der Weidetiere”   

Montag, 04. Oktober 2021 | 12:55 Uhr

Bozen – Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair geht anlässlich des heutigen Welttierschutztages auf die ungleiche Gewichtung in Sachen Tierschutz in Südtirol ein.

„Am heutigen Welttierschutztag wird wieder deutlich, dass Tierschutz nicht gleich Tierschutz bedeutet. Viele salbungsvolle Worte und Absichtserklärung werden an diesen Tagen verlautbart, ohne dass später konkrete Schritte in die Wege geleitet werden“, hält Mair fest. „Diese Worte sind nicht zielführend, wenn sich das Tierwohl vor unser aller Augen zunehmend verschlechtert und billigend in Kauf genommen wird“, unterstreicht die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„In Südtirol sind seit einigen Jahren die Weidetiere und insbesondere die Schafe die großen Verlierer in Sachen Tierwohl. Es gibt kaum ein Tier in diesem Land, das so grausam und qualvoll auf der Weide verenden muss und einer steten Gefahr ausgesetzt wird, dem es nichts entgegenzusetzen hat. Die verstörenden Bilder sind zur traurigen Realität in Südtirol geworden und zeugen von einem unbeschreiblichen Leid, das auch die Tierhalter und ihre Familien trifft“, so Mair.

„Viele Organisationen, die sich den Tierschutz groß auf die Fahnen geschrieben haben, sich für Artenvielfalt einsetzen und dafür selbst beweihräuchern, haben keine Hemmnisse das Tierwohl von Weidetieren auszublenden. Damit einher geht die Gefahr, dass ein Teil unserer gewachsenen Kulturlandschaft in Südtirol, die gemeinsam vom Menschen und den Tieren geprägt wurde, für immer verloren geht. Die politischen Entscheidungsträger sind im Lichte der Entwicklung der vergangenen Jahre dazu aufgerufen, dass der Tierschutz wieder tatsächlich Tierschutz ist und auch das Tierwohl der Weidetiere verteidigt wird“, betont Ulli Mair abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "FH: “Welttierschutztag im Zeichen der Weidetiere”   "


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Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
16 Tage 23 h

In diesem Fall muss ich der Ulli Mair ein Lob, und auch einen Dank für ihre Stellungnahme aussprechen.

cane-sulla-cinghia
16 Tage 23 h

schriftfarbe weiss war besser gwesen… nor tat man besser lesen😊

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
16 Tage 22 h

Soll es soo weit kommen??

schlauer
schlauer
Tratscher
16 Tage 16 h

Gebe auch der Ulli Mair recht! Allerdings wird in Bezug auf das Tierwohl bzw. -schutz in Südtirol mit zweierlei Mass gemessen: auf der einen Seite fordert man den Schutz vor Wolf und Bär und auf der anderen Seite werden die Lämmer nach dem Almabtrieb von ihren Müttern getrennt und abgeschlachtet um
anschliessend auf dem Speisetisch zu landen!
Internet-Auszug: „Bei den Ultner Lammwochen tischen ausgewählte Betriebe traditionelle und spezielle Gerichte vom Ultner Lamm auf“.
Dabei ist wohlbekannt wie seeehr ein Schaf unter der Trennung von seinem Jungtier leidet!!
Daher mein Aufruf an die Südtiroler Bauern: lasst die Jungtiere wenigstens erwachsen werden. Danke!

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
16 Tage 4 h

@schlauer
Bei den Lämmern die im Herbst nach dem Almabtrieb von den Müttern getrennt werden ist das Problem nicht so groß da die Lämmer zu diesem Zeitpunkt alle mindestens 4- 5 Monate alt sind. Mit diesem Alter werden Sie ohnehin von ihren wieder trächtigen Mütterern verstoßen. Vielmehr müssen die Herbstlämmer und Osterkitz oft viel zu früh geschlachtet werden, da die Konsumenten kleine Schlachtkörper verlangen. Je größer Lämmer sind je weniger wir dafür bezahlt, leider!! Ich persönlich schlachte kein Lamm vor 3.5 Monaten,

00
00
Tratscher
16 Tage 6 h

Für die Freiheitlichen geht es um den Schutz der eigenen Wahlschafe

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