SVP-Wirtschaft zu den Lohnforderungen im öffentlichen Dienst

„Finanzierbarkeit muss gegeben sein“

Montag, 15. April 2019 | 16:55 Uhr

Bozen – Zur Forderung der Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes nach einer Lohnerhöhung von mindestens zehn Prozent ab 1. Jänner 2019 weist die SVP-Wirtschaft darauf hin, dass die Finanzierbarkeit dieser laufenden Kosten in einem kleiner werdenden Haushalt schwer vorstellbar sei.

„Eine geforderte zehnprozentige Lohnerhöhung würde laufende Mehrkosten von rund 150 Mio. verursachen. Im Haushalt 2019 sind gerade noch 14 Prozent für Investitionen vorgesehen. 2001 beliefen sich die Mittel für Investitionen noch auf 35 Prozent. Setzt sich dieser Trend fort, laufen wir Gefahr in 15 Jahren keine Mittel mehr für Investitionen zu haben. Verschlimmert wird diese Situation zudem durch die kontinuierlich steigenden Kosten für Sanität und Pflege. Investitionen sind aber dringend nötig, damit Südtirol wettbewerbs- und zukunftsfähig bleibt!“, betont Josef Tschöll, Vorsitzender der SVP-Wirtschaft. Zudem müssten Lohnerhöhungen mit Produktivität und Effizienz einhergehen, so Tschöll. Wenn gefordert werde, die Löhne zu erhöhen, weil die Lebenshaltungskosten gestiegen seien, müsse auch berücksichtigt werden, dass dadurch die Preise erneut nach oben getrieben würden.

„Unverständlich ist die Haltung des grünen Abgeordneten Hanspeter Staffler, denn er fordert lautstark Gehaltserhöhungen für den öffentlichen Dienst, ohne zu erklären, woher die Mittel dafür kommen sollen. Scheinbar hat er vergessen, dass er bis vor kurzem Generaldirektor der Landesverwaltung war und in dieser Position maßgeblich mitgestalten konnte!“, bemerkt Josef Tschöll.

Die Forderung nach mehr Gehalt sei legitim, es gelte aber auch zu diskutieren, wo Mittel für die Finanzierungen freigemacht werden können, so Tschöll. Leider sei es in Südtirol so, dass jede auch nur angekündigte Kürzung von Beiträgen postwendend kritisiert und als Tabubruch gebrandmarkt werde.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "„Finanzierbarkeit muss gegeben sein“"


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Buergerin
Buergerin
Neuling
3 Tage 14 h

ja ja finanzierbar waren die ganzen pensionen und supergelder für die Sachwalter [politiker] der Provinz und für ins nicht ich weis jetzt wen ich nächste mal wählem werde

Tanne
Tanne
Grünschnabel
3 Tage 19 Min

@Buergerin
Lass es uns auch wissen, wen kann man wählen?

Gitte
Gitte
Grünschnabel
3 Tage 12 h

5 Mio € für 500 Führungskräfte = 10.000 € Lohnerhöhung pro Jahr für jede Führungskraft waren im Jahr 2018 aber ohne Problem aufzutreiben!!! Und die restlichen 42.000 öffentlich Bediensteten möchte man mit 4 € Lohnerhöhung im Monat abspeisen!!!! Schämt euch!!!

Pic
Pic
Tratscher
3 Tage 13 h

Wenns um die Finanzierbarkeit der Landwirtschaft und um Steuervergünstigungen für die Wirtschaft geht, dann hört man von niemandem etwas, besonders nicht von der Wirtschaft.

andr
andr
Superredner
3 Tage 25 Min

wir sollten um billig Löhne arbeiten und die bonzen kriegen den Hals nicht voll schämen sollte man sich ein Affront gegen diejenigen die arbeiten und den Dienst direkt am Bürger verrichten ich kann meinen Zorn nicht beschreiben

Lucifer_Incestus
2 Tage 23 h

Die politik muss endlich lernen dass sie zuerst auf di einheimische bevölkerung schauen soll… und sann kommen die anderen…

andr
andr
Superredner
2 Tage 21 h

letztes Jahr wurden still und heimlich innerhalb einem Monat ohne lange Verhandlungen sage und schreibe 8 Millionen für Führungskräfte die sowieso schon genug verdienen lockergemacht davon redet man nicht das sind auch laufende Kosten mein lieber Herr und in 10 Jahren werdet ihr nach dem alten Personal ächzen denn solche Trottel gibt’s nie wieder

00
00
Tratscher
2 Tage 22 h

Lieber Tscholl, mach es wie der ex-Unternehmer des Jahres. Verkauf alles, erkläre lediglich 3.000€ Einkommen und kurve mit dem Porsche oder abwechselnd mit dem Tesla in der Weltgeschichte herum. Alternativ als Obstbauer in Marling mit 0 € Ehrenerklärung im Landtag 😂

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