UVS-Präsident Oberrauch bei LH Komptscher

Gespräch über Coronakrise, Nachhaltigkeit und Bildung

Freitag, 02. Juli 2021 | 17:09 Uhr

Bozen – Der Unternehmerverband Südtirol UVS hat Ende Mai 2021 Heiner Oberrauch von der Oberalp AG zum Präsidenten für die kommenden vier Jahre gewählt. Heute ist der neue UVS-Präsident Oberrauch mit Landeshauptmann Arno Kompatscher im Landhaus in Bozen zu einem längeren Gespräch zusammengetroffen.

Beleuchtet wurde die derzeitige Situation der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes im Lichte der Coronakrise. Unternehmerpräsident Oberrauch sagte, “dass diese schwierige Zeit, die sicher noch nicht vorbei ist, auch eine große Chance bietet, um Änderungen im positiven Sinne herbeizuführen”. Dies könne aber nur gelingen, wenn dieser Veränderungsprozess von der Gesellschaft breit mitgetragen werde. “Es ist ein Weg, bei dem es nicht um mehr geht – sondern um besser”, betonte Präsident Oberrauch. Dies gelte für den Wiederaufbaufonds, erklärte der Landeshauptmann. Der Recovery Fond ermögliche nicht nur Investitionen, sondern sei vor allem auf eine neue Form von Investition mit einer nachhaltigen Wirkung ausgerichtet.

Einig waren sich der Landeshauptmann und der UVS-Präsident auch im Hinblick auf die Bedeutung von Nachhaltigkeit. Laut Oberrauch ist “Nachhaltigkeit die neue Klugheit”. In diesem Sinne müssten die Transporte umweltschonender und gleichzeitig für Mensch und Ware weltweit wesentlich teurer werden, betonte der Unternehmerpräsident. “Allerdings ist stockender Verkehr nicht umweltschonend”, gab Präsident Oberrauch zu bedenken. Es sei wichtig und richtig, dass die Landesregierung die Nachhaltigkeit zum Schwerpunkt dieser Legislaturperiode gemacht habe, der UVS werde den Nachhaltigkeitsanspruch mittragen.

Landeshauptmann Kompatscher zeigte sich überzeugt, dass “unser Land und Leute die Voraussetzungen haben, um die entscheidenden Schritte zu setzen, damit Südtirol die Qualität in jedem Sektor – von der öffentlichen Verwaltung über die Wirtschaft und die Mobilität bis hin zum gesellschaftlichen Miteinander – weiter steigern” könne. Als wichtigen Bereich nannte der Landeshauptmann auch das Bildungswesen: “Es ist der Humus für die die Menschen, die unser Morgen gestalten werden.” Auch Oberrauch meinte, es sei wichtig, in die Köpfe zu investieren. Ebenso gelte es, gute Arbeitskräfte zu motivieren.

Oberrauch sprach sich schließlich für funktionierende und beschleunigte Verwaltungsverfahren durch eine effiziente Digitalisierung aus. Landeshauptmann Kompatscher verwies auf den Digitalisierungsschub in der Verwaltung durch die Corona-Zeit und betonte, dass ein ständiger Dialog zwischen der öffentlichen Verwaltung und den Kunden, wie es ja auch die Unternehmen seien, diese Entwicklung unterstütze. Veränderungen und Verbesserungen “können nicht von heute auf morgen vollzogen werden, sondern schrittweise, aber nur gemeinsam”.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Gespräch über Coronakrise, Nachhaltigkeit und Bildung"


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Hopp
Hopp
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Herr Oberrauch,der eigentliche Grund warum Sie zum Kompatscher gehen sind wohl die Millionen die Sie kassieren wollen…

Mikeman
Mikeman
Kinig
1 Monat 1 Tag

@ Hopp
über diese gut gemeinte Aktion kann sich wohl jeder selbst seine eigene Meinung bilden.Ist meist so : gut gemeint und schlecht getroffen.

So ist das
1 Monat 1 Tag

Sicher nur so nebenbei angesprochen 😉

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

Änderungen, Herr Oberrauch, können nur von Menschen mit Menschen gemacht werden. Allerdings ändert der Mensch sich nicht. Seit es ihn gibt, ist er in seinen Grundzügen gleich geblieben. Und er wird es bleiben.

wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

Herr Oberrauch, schöne Worte, was ist mit den 25 Millionen ” Maskenskandal”, wo Kompatscher kein Wort geäußert hat, als der horrende Untersuchungsausschussbericht vorgestellt wurde.Kein Wunder, dass die Pflegerinnen zu Impfverweigerern mutieren, # Protest.

schlauer
schlauer
Tratscher
1 Monat 1 Tag

Kompatscher und Oberrauch verweisen auch auf die Nachhaltigkeit in der Wirtschaft…..
Bitte nicht nur davon „plappern“ sondern auch danach handeln!! Daher ersuche ich beide die geplante Rodung des Brixner Auwaldes für ein Industriegebäude für 3D Betondrucker der Firma Progress zu verhindern! Grund: eine Waldrodung ist alles eher als nachhaltig weil ein wertvoller CO2 Speicher zerstört wird!

Entequatch
Entequatch
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Wieder typisch. Nachhalting sollen mal wieder die anderen sein. Der Herr Oberrauch hat sein Betrieb nicht im Sinne der Nachhaltigkeit aufgebaut und wird im Sinne der Nachhaltigkeit dieses auch nicht fortführen

marher
marher
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

Schönreden kann man vieles, was zählt sind Nagel mit Köpfe, wobei man den ei fachen Bürger nicht verarschen soll.

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