"Kavernengarage nicht genug"

Grüne in Meran: Echte Verkehrsberuhigung durch Standseilbahn

Mittwoch, 15. März 2017 | 11:03 Uhr

Meran – Die von der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt in Auftrag gegebene Studie von Ing. Hüs­ler über Straßen unabhängige Verbindungen nach Schenna und Tirol eröffnet neue Per­spektiven auch für die Mobilität in Meran, so die Grüne Ratsfraktion in Meran.

In Hinblick auf den für Ende dieses Jahres geplanten Baubeginn des zweiten Teils der Nord-West-Umfahrung hat der Gemeinderat am 9. März die Weichen für die Errichtung einer Kavernen­garage unterm Küchelberg durch private Investoren gestellt. “Dieses umstrittene Vorhaben, das Teil des Koalitionsabkommens ist, könnte möglicher Weise in Verbindung mit einem Projekt der Be­zirks­­ge­­meinschaft Burggrafenamt zur Schaffung einer Straßen unabhängigen Verbindung nach Schen­na (z.B. in Form einer Standseilbahn) realisiert werden und dadurch neue Perspektiven für die Mobili­tät in und um Meran eröffnen. Während sich ein Teil der Koalition und auch andere Parteien im Gemeinderat von der Umfah­rung und von der Kavernengarage eine wesentliche Entlastung des Verkehrs in der Stadt erwar­ten, ge­hen wir davon aus, dass diese Vorhaben alleine keine tiefgreifende Lösung bringen wer­den”, so die Grünen.

Die Nord-West-Umfahrung werde einen Großteil des Durchzugsverkehrs von der Stadt fernhalten (ca. 20% des Gesamtverkehrs) während sie den Ziel- und Quellverkehr (80%) kaum beeinflussen werde. “Die Kavernengarage wird nur dann zu einer teilweisen  Verkehrsberuhigung in der Stadt bei­tragen, wenn statt der in der Garage vorgesehenen Stellplätze an der Oberfläche Rotations­park­plätze verschwinden und Raum schaffen für  Anrainer-Parkplätze, breitere Gehwege und mehr Grün, für ein durchgehendes, sicheres Radwegenetz oder Vorzugsspuren für Busse. Also wenn mehr Lebensqualität durch weniger Autos auf den Straßen der Stadt geboten wird”, so die Grünen.

“Wesentlich größer wäre die Verkehrsberuhigung, wenn man das von Ing. Hüsler skizzierte Vor­ha­ben einer Standseilbahn nach Schenna realisiert und den bestehenden Sessellift nach Dorf Tirol zu einer wetterfesten Verbindung ausgebaut, weil dadurch die Zahl der Autos aus den zwei Touri­sten-Hochburgen sehr stark reduziert werden könnte. In Anlehnung an die EURAC-Studie 2003 hatte Ing. Walter Bernard bereits 2004 und 2006 eine ähnliche Idee vorgebracht, die damals aber nur von den Grünen unterstützt wurde. Wir stehen zur Vereinbarung bezüglich Kavernengarage, treten aber mit Nachdruck für die mög­­­lichst gleichzeitige Realisierung der Standseilbahn nach Schenna ein und unterstützen eine besse­re Sessellift-Verbindung nach Dorf Tirol. Da selbst der zukünftige SVP-Bezirksobmann Zeno Chri­sta­nell diese umweltfreundliche Verbindung nach Schenna lobt und sie als prioritär einstuft und die Gemeinde Schenna auf deren Verwirklichung drängt, stehen die Zeichen gut, dass auch in Me­ran diese Chance für eine innovative Lösung genutzt wird. Wem die Verkehrsberuhigung und die gute Luft wirklich ein Anliegen sind, der darf die Bevölke­rung nicht mehr nur mit der Kavernengarage vertrösten”, so die Grüne Ratsfraktion.

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

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1 Kommentar auf "Grüne in Meran: Echte Verkehrsberuhigung durch Standseilbahn"


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thomas
thomas
Superredner
14 Tage 4 h

absolut einverstanden. Mehr noch: die Kavernengarage ist ziemlich überflüssig. hauptsächlich so lange man überirdisch überall fahren u parken kann

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