„Alter Schrecken kommt zurück“

Grüne warnen vor Atomenergie in Italien

Freitag, 05. Juni 2026 | 09:04 Uhr

Von: mk

Bozen – Italien macht sich auf den Weg zurück in die Vergangenheit. Während andere Länder von der Kernenergie abgehen, macht Italien den Weg frei dafür.

„Wir finden das einen völlig falschen Weg,“ warnen die grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler. „Und Italiens Bevölkerung hat sich hierzu zwei Mal in aller Deutlichkeit bei staatsweiten Referenden positioniert. Atomenergie ist von den Italienerinnen und Italienern nicht gewünscht. Die Regierung Meloni mit ihrem fragwürdigen Umweltminister Pichetto Fratin fegt über den Willen der Bevölkerung hinweg und legt damit schon einmal ihr Demokratieverständnis bloß.“

Atomenergie ist laut den Grünen unermesslich teuer, wenn man die Vor-, Bau- und Folgekosten miteinrechnet. Sie habe unerhörte Gefahrenpotenziale während des Funktionierens und unendlich währende Lagerungsproblematiken in der Endphase.

„Atomenergie, auch wenn sie smart verkleidet ist, ist von gestern. Ich bin gerade durch die Länder Europas gereist und habe mit eigenen Augen gesehen, wie sich unser Kontinent entwickelt hat. Riesige Photovoltaikflächen und Windkraftanlagen wurden angelegt, um mehr Unabhängigkeit von fossilen und nuklearen – also gefährlichen, klimaschädlichen und geopolitische Abhängigkeiten schaffenden – Energiequellen zu erlangen“, so die Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa.

Jetzt mit einem Kernenergieprogramm beginnen, heiße auf lange Sicht eine Karte spielen, die sich in der Vergangenheit als gefährlich und unberechenbar erwiesen habe. „Gerade in Krisenzeiten ist das immer der falsche Weg“, warnen die Grünen.

Bezirk: Bozen

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen