Grüne und Team Köllensperger mit ersten Gesprächen zufrieden

Sondierungsrunde beendet: SVP nimmt sich Zeit

Samstag, 03. November 2018 | 21:40 Uhr
Update

Bozen – Nach der ersten Sondierungsrunde mit allen Parteien, in der eine eventuelle Koalitionsbildung ausgelotet wurde, nimmt sich die Volkspartei nun Zeit. “Die Schnelligkeit ist kein Kriterium für die Qualität”, unterstrich Landeshauptmann Kompatscher in einer ersten Stellungnahme.

Grüne und Team Köllensperger zeigten sich nach den ersten Gesprächen zufrieden.

Grüne signalisieren Bereitschaft zur Zusammenarbeit

Tobias Planer und Brigitte Foppa vertraten die Grünen bei den Sondierungsgesprächen mit Arno Kompatscher und Philipp Achammer.

“Das Gesprächsklima war offen, entspannt und freundschaftlich. Wir haben auf den besonderen historischen Augenblick hingewiesen, der die SVP erstmals vor eine politische Richtungsentscheidung stellt und unsere Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, bekräftigt. Wir haben mit Riccardo Dello Sbarba den meistwählten Italiener des Landtags in unserer Fraktion und bei der italienischen Wählerschaft zugelegt. Die SVP-Vertretung hat dies anerkannt, ebenso wie unser Alleinstellungsmerkmal als interethnische Kraft. Basis für eine eventuelle Zusammenarbeit sind die Werte der Autonomie, der Zugehörigkeit zu Europa und des Zusammenlebens der Sprachgruppen. Wie schon bei den Sondierungsgesprächen vor 5 Jahren wurde klar, dass eine programmatische Übereinkunft durchaus möglich wäre. Bei Themen wie Raumordnung oder Schule besteht allerdings Klärungsbedarf. Wichtig ist uns aber zu betonen, dass wir von vielen BürgerInnen, weit über unsere Wählerschaft hinaus, als konkrete Alternative zu einer Regierung mit der Lega gesehen werden und in diesem Sinne für einen weitergehenden Programmabgleich zur Verfügung stehen”, so die Grünen.

“Ein letzter Punkt des Gesprächs war die erste Landtagssitzung am 14. November und der Vorschlag der SVP, die Präsidentschaft des Landtags und das Präsidium provisorisch zu besetzen, um ausreichend Zeit für die Mehrheitsbildung zu haben. Unser Vorschlag war daraufhin die Besetzung des Landtagspräsidiums mit den wichtigsten fünf politischen Vertretungen, nach Absprache mit den Fraktionsvorsitzenden. Ein kleines Beispiel dafür, wie sich der politische Umgang nun ganz neu gestalten wird”, abschließend die Grünen.

Verdi Grüne Vërc

Team Köllensperger: “Die Themen stehen im Mittelpunkt”

„Um 17.30 Uhr hat die Svp – und zwar Landeshauptmann Arno Kompatscher und Obmann Philipp Achammer – am Hauptsitz in der Brennerstraße in Bozen die Delegation des Team Köllensperger bestehend aus Paul Köllensperger und Francesca Schir empfangen”, so das Team Köllensperger.

„Bei dem Treffen standen die Themen und nicht die Posten im Mittelpunkt. Wir haben unsere Bereitschaft bekräftigt, Verantwortung zu übernehmen und möchten die Art und Weise, wie wir in unserem Land Politik betreiben, ändern. Wir warten nun darauf, welche Schritte die Volkspartei unternehmen wird – so Köllensperger und Schir abschließend – und wir bekräftigen unsere Bereitschaft, verantwortungsbewusst und konstruktiv mit den anderen politischen Kräften im Interesse der Bürger und unseres Landes zusammenarbeiten zu wollen”, abschließend das Team Köllensperger.

Team Köllensperger

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Sondierungsrunde beendet: SVP nimmt sich Zeit"


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cooler Typ
cooler Typ
Tratscher
10 Tage 9 h

Die SVP wird mit dem Team Köllensperger keine Koalition eingehen. Dies erklärt Thomas Widmann, Wahlkampfleiter der SVP im Interview mit dem Tagblatt Dolomiten.
Und Widmann wiso jetzt Sondierungsgespräche mit Köllensperger ???🙈🙈🙈

Staenkerer
10 Tage 7 h

aus reiner schein🙏😇heiligkeit, so wie des gonze theater!
dewissn long schun mit wem se packlen welln, do zählt koan wählerwille, wie so üblich ….

Storch24
Storch24
Superredner
9 Tage 23 h

Warum nicht Team köllnsberger ? Das Volk hat gewählt. Und die wollen die Grünen NICHT

Ralph
Ralph
Superredner
10 Tage 8 h

wenn die svp die grünen nimmt, dann kann sie den laden gleich schliessen

So ist das
So ist das
Superredner
10 Tage 25 Min

“Die Schnelligkeit ist kein Kriterium für die Qualität”
Aber wohl auch kein Kriterium bei den Entscheidungen, wenn man die Probleme mit Sanität, Sicherheit, Migranten bedenkt.
Die SVP nimmt sich Zeit? Hoffentlich nicht 5 Jahre 🙃

Loewe
Loewe
Superredner
9 Tage 22 h

Die Wähler hätten es sich verdiehnt das Team Köllensperger mit in der Regierung zu haben!

Nicht umsonst hat es so viele Stimmen vom Volke bekommen!

Aber leider wird die SVP aus irgendwelchen Gründen auch immer sich dafür entscheiden eine andere oder zwei andere Parteien mit dabei zu haben.

longwolf
longwolf
Tratscher
9 Tage 17 h

Nicht jammern, euer Wählerwille!

Tabernakel
10 Tage 7 h

Die Blicke sprechen Bände…

Mistermah
Mistermah
Kinig
9 Tage 14 h

Nach Gesprächen mit der svp wäre mir auch so übel 😂

Wolke
Wolke
Tratscher
9 Tage 16 h
Sie werden nicht den Mut haben, Köllensperger & CO mit rein zu nehmen – sie haben Angst davor, dass er eine zu gute Figur machen würde und dann würde bei den nächsten Wahlen die SVP noch viel mehr an ihn verlieren … vorausgesetzt, diese Frau würde sich weiterhin eng mit Köllensperger absprechen, denn offiziell in die Regierung käme dann ja sie wegen der Italiener- und Frauenquote und wenn in ihr durch die Position zu viel Egoenergie frei werden würde, könnte sie auch einem Egotrip verfallen. Ich kenne sie persönlich nicht und kann sie deshalb nicht einschätzen. Sie werden die Grünen… Weiterlesen »
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