Terroristen der Hamas überfielen Israel am 7. Oktober 2023

Hamas nutzte Emojis als Startsignal für Überfall auf Israel

Montag, 16. Februar 2026 | 22:16 Uhr

Von: APA/dpa

Die islamistische Terrororganisation Hamas hat ihren Kämpfern laut Medienberichten den Beginn des Überfalls auf Israel am 7. Oktober 2023 über Emojis signalisiert. Der israelische TV-Sender N12 berichtete dies unter Berufung auf die israelische Armee. Eine Militärsprecherin bestätigte die Berichte aber zunächst nicht offiziell. Die Emojis wurden auf Mobiltelefonen von Mitgliedern der Hamas-Eliteeinheit “Nuchba” gefunden, die am Tag des Massakers sichergestellt worden seien.

Um welche Emojis es sich konkret handelte, wurde nicht bekanntgegeben. Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen hatten bei dem Massaker mehr als 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln nach Gaza verschleppt. Der beispiellose Überfall auf den jüdischen Staat löste den Gazakrieg aus. Seitdem wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 72.000 Palästinenser getötet.

Vorbereitung und Einsatz der Angreifer

Die Zeitung “Jerusalem Post” berichtete, die Hamas-Kämpfer hätten sich nach Erhalt des Emoji-Signals zu Moscheen oder festgelegten Sammelstellen im Gazastreifen bewegt. Dort hätten sie Anweisungen erhalten, Kampfausrüstung von zu Hause oder aus vorrätig gehaltenen “Kampftaschen” abzuholen.

Als Teil der Vorbereitungen auf den Überfall hätten die Hamas-Angreifer sich auch mit israelischen SIM-Karten ausgerüstet, berichtete das Nachrichtenportal “ynet”. Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet hatte nach Medienberichten am Vorabend des 7. Oktober bemerkt, dass im Gazastreifen mehrere Dutzend SIM-Karten aktiviert wurden, darunter auch israelische. Shin Bet habe daraufhin den Militärgeheimdienst informiert. Bei Beratungen sei man jedoch zu dem Schluss gelangt, dass es sich nicht um einen außergewöhnlichen Vorfall handelt.

Frühere Einsätze von Emoji-Signalen

Die Emojis wurden laut N12 auch bei zwei vorherigen Angriffsversuchen der Hamas verschickt, die aber letztlich nicht in die Tat umgesetzt wurden. Die Informationen zum Einsatz der Emojis seien mehr als zwei Jahre nach dem beispiellosen Hamas-Massaker von der Militärzensur zur Veröffentlichung freigegeben worden, hieß es in den Berichten.

NEOS-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betonte Montagabend im außenpolitischen Ausschuss des Parlaments, dass die internationalen Bemühungen im Nahen Osten vom Bemühen um humanitäre Verbesserungen und Stabilität geprägt seien. Bei einer Reise in die Golfregion habe sie wichtige österreichische Interessen und die regionalen Konflikte ansprechen können.

In der Gaza-Frage gehe es jetzt um die Entwaffnung der Hamas, diese setze aber funktionierende Strukturen voraus, sagte Meinl-Reisinger. Die Rolle des von US-Präsident Trump initiierten “Board of Peace” sehe sie dabei kritisch. Österreich könne an diesem aufgrund internationaler Verträge nicht teilnehmen.

Bezüglich Syrien versicherte die Ministerin, dass Wien in allen Gesprächen mit Damaskus auf die Wichtigkeit des Minderheitenschutzes und der Verbesserung der Lage der Frauen hinweise. Außerdem werde die Auszahlung von Hilfsgeldern an klare Vorgaben geknüpft.

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