Online-Veranstaltung

Hass im Netz: “Spielfeld nicht der Minderheit überlassen“

Montag, 19. April 2021 | 17:01 Uhr

Bozen – „Hass ist keine Meinung“, erinnert SVP-Landessekretär Stefan Premstaller an die klare Ansage von Landeshauptmann Arno Kompatscher vor einigen Wochen. „Jetzt reicht’s“, das habe jüngst auch SVP-Obmann Philipp Achammer gegenüber den Medien gesagt. Für die Südtiroler Volkspartei uferten die inakzeptablen Entwicklungen in den sozialen Netzwerken immer mehr aus: „Sie vergiften die Gesellschaft, sie untergraben die Demokratie.“

Betroffen seien schon lange nicht mehr nur Personen, die in der Öffentlichkeit stehen: „Alle sind gefordert, Schritte gegen diese Fehlentwicklung zu setzen“, unterstreicht Stefan Premstaller. „Und wenn die zuletzt angekündigten und gefloppten ‚Protest-Spaziergänge‘ eines gezeigt haben, dann das, dass für den großen Lärm in den sozialen Medien nicht eine Mehrheit, sondern eine besonders laute Minderheit verantwortlich ist. Und hier sind wir alle gefordert, dieser Minderheit das Spielfeld nicht einfach zu überlassen.“

„Infolge der klaren Aussagen des Landeshauptmannes gegen die immer schärfer werdenden Hassbotschaften im Internet haben wir als Südtiroler Volkspartei angekündigt, konkrete Schritte setzen zu wollen“, sagt Stefan Premstaller. Nun ist es so weit: „Die Silvius-Magnago-Akademie lädt am 21. April zu einer ersten Online-Veranstaltung, bei welcher die verschiedenen Schwerpunkte gegen Hassrede (hate speech) und Falschmeldungen (fake news) vorgestellt werden.“

„Zunächst geht es darum, einen Überblick der unüberschaubar vielen Phänomene zu schaffen“, berichtet Stefan Premstaller über die Bemühungen der Silvius-Magnago-Akademie. „Die Hinter- und Beweggründe der digitalen Gewalt, der Frauen in ganz besonderem Maße ausgesetzt sind, sollen erklärt werden.“ Schließlich werde man versuchen, ganz konkrete Handlungsempfehlungen zu geben: „Das Ganze über eine ganze Reihe von interessanten Online-Konferenzen – und auch über andere Maßnahmen.“

„Die bisher erfolgten Anmeldungen haben gezeigt, dass das Interesse für dieses wichtige Thema da ist“, freut sich Stefan Premstaller. Bei der Auftaktveranstaltung am 21. April ab 19.00 Uhr wird bei einem Zoom-Webinar u.a. der Kommunikationspsychologe Markus Appel von der Universität Würzburg zu Gast ein – er wird auch auf das Thema der bewusst verbreiteten Falschmeldungen näher eingehen; direkt Betroffene werden darüber berichten, wie sie im Internet beschimpft, beleidigt und bedroht worden sind.

Da digitale Gewalt auch keine Landesgrenzen kennt, wird die Reihe „Gegen Hass & Hetze“ gemeinsam mit der Hanns-Seidel-Stiftung aus München organisiert. Anmeldungen zur Auftaktveranstaltung sind unter www.silivus-magnago-akademie.org möglich.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Hass im Netz: “Spielfeld nicht der Minderheit überlassen“"


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Doolin
Doolin
Superredner
26 Tage 13 h

…auch in diesem Forum sieht man zweifelhafte posts von sogenannten Minderheiten…wenn man nicht ein Salvini-Freund ist kann man hier die Aufforderung lesen, das Land zu verlassen…das hatten Faschisten früher den Südtirolern angetan, jetzt hört man es sogar von Landsleuten…wie traurig…

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