Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – „Die Deutschen brauchen keine Schulen und Italien braucht keine Deutschen“, das waren die Worte des italienischen Unterpräfekten Giuseppe Polis, als am 3. November 1923 rund sechshundert deutsche Mütter aus dem Überetsch, dem Eisacktal und dem Etschtal vor seinem Amtssitz für die Beibehaltung der deutschen Schule demonstrierten. “Italien war sich der Tatsache bewusst, dass eine Minderheit nur dann eine Überlebenschance hatte, wenn sie eigene Schulen und der muttersprachliche Unterricht garantiert war. Darum versuchte der Staat immer wieder, ein deutsches Schulwesen in Südtirol mit allen Mitteln zu unterbinden. Auch in Brasilien waren deutsche Schulen bis 1947 verboten”, schildert Roland Lang, Obmann des Südtiroler Heimatbundes.
Deshalb habe der Südtiroler Heimatbund (SHB) keinen Moment gezögert, als von Dreizehnlinden, einer deutschen Sprachinsel in Brasilien, die Bitte um Unterstützung bei der Renovierung der dortigen traditionsreichen deutschen Schule kam.
Der SHB ist mit der Sprachinsel besonders verbunden, da der ältere Bruder des Freiheitskämpfers Sepp Kerschbaumer, Franz, 1937 nach Dreizehnlinden ausgewandert ist. “In jener Zeit suchten viele Tiroler dort aufgrund der Italianisierungspolitik in Südtirol und wirtschaftlicher Not eine neue Existenz”, so der SHB.
“Unsere Schule und unser Kulturzentrum in Treze Tílias / Dreizehnlinden (Brasilien) benötigen dringend Unterstützung. Geplant sind die Sanierung der Dachkonstruktion sowie die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Zauns”, so Prof. Dr. Everton Altmayer aus Dreizehnlinden.
“Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, den traditionsreichsten deutschsprachigen Schulstandort der Region zu erhalten und die deutsche Sprache sowie das kulturelle Erbe der österreichischen Einwanderer für kommende Generationen zu bewahren”, so Prof. Dr. Everton Altmayer Obmann des Kulturzentrum Dona Leopoldina, der die Renovierung des Schulgebäudes leitet und überwacht.




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