SVP-Bezirk Bozen Stadt und Land

Interne Diskussion über Aufstockung in der Region

Montag, 28. Januar 2019 | 11:46 Uhr

Bozen – Der SVP-Bezirk Bozen Stadt und Land hat sich mit Bezirksobmann Christoph Perathoner an der Spitze gemeinsam mit Landeshauptmann Arno Kompatscher über die für den Bezirk zentralen Themen beraten. Gesprochen wurde unter anderem über das Regierungsprogramm, die Umsetzungspläne dazu, tagespolitische Themen sowie den Bezirk betreffende Infrastrukturprojekte.

Der mit Spannung erwarteten Ausschusssitzung des größten SVP-Bezirkes Bozen Stadt und Land wohnten weit über hundert interessierte Delegierte aus 63 SVP-Ortsgruppen und Bürgermeister bei. Landeshauptmann Arno Kompatscher nahm zum Tagesordnungspunkt „Amtsperiode 2018 bis 2023 und Regierungsprogramm“ umfassend Stellung und erläuterte Ausrichtung und Umsetzungspläne. Der Landeshauptmann freute sich darüber, dass nach langen Verhandlungswochen nun endlich wieder gearbeitet werden könne. Kompatscher stand den viele Fragen und teils kritischen Stellungnahmen der Bezirksvertreter offen Rede und Antwort.

Die SVP-Vertreter im Bezirk äußerten ganz klar, dass man sich von allen Mandataren, angefangen beim Landeshauptmann und Parteiobmann, wünsche, als Team zu agieren und gemeinsam an einem Strang ziehen. Besonders der Tagesordnungspunkt „Zusammensetzung der Regionalregierung“ rief kritische Stimmen auf den Plan, die sich gegen eine Aufstockung der Regierung aussprachen. Der Landeshauptmann legte gleich unmissverständlich klar, dass über diese politische Entscheidung, gemeinsam in den zuständigen Parteigremien befunden werde.

Neben Maßnahmen zum Schutz des deutschen Schulsystems kamen erneut visionäre Projekte im Bereich Mobilität zur Sprache. Dabei sprachen sich die Bezirksvertreter geschlossen für die Realisierung der Tramlinie Bozen, die Umfahrungsstraßen der Landeshauptstadt, die Anbindung des Überetsch, einige Seilbahnprojekte, die Bahnverbindung Bozen-Meran, die Neugestaltung des Eisenbahnareals und des Virgltunnels aus.

Bedenken und Skepsis gegenüber den Entwicklungen im Bereich Flughafen äußerten die Vertreter von Leifers und Pfatten, während die Vertreter der Stadt Bozen energisch dafür eintraten, das Ötzi-Museum im Stadtzentrum zu belassen.

Thematisiert wurden ebenso die im kommenden Frühjahr anstehenden Europawahlen, die interne Wahlordnung und der Nominierungsmodus des Kandidaten dazu. Dabei betonte Bezirksobmann Perathoner einmal mehr, dass „die Werte, die Europa verkörpert, unsere Herzensanliegen sein müssen. Der moderne Minderheitenschutz im internationalen Recht und der Autonomie-Status müssen weit stärker als bisher im vergleichenden öffentlichen Recht weiterentwickelt werden“.

Worte der Anerkennung, Wertschätzung und Dankbarkeit äußerte Bezirksobmann Perathoner abschließend für die ausscheidenden Bezirksmandatare Florian Mussner, Otto von Dellemann und Oswald Schiefer. Besonders hervorgehoben hat Bezirksobmann Perathoner die ehrenamtliche Arbeit des Leiferer Ortsobmannes Hans Joachim Dalsass. “Es ist zu bedauern, dass einer der Pfeiler unserer ehrenamtlichen Bezirkspolitik Hans Joachim aus beruflichen Gründen alle politischen Ämter niederlegen wird“. Dalsass sei immer eine prägende Säule der SVP-Bezirkspolitik gewesen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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